Erstellt am 13. April 2016, 06:14

von NÖN Redaktion

Sitzenbleiben nur mehr in 4. Klasse. Erster Teil der Bildungsreform: Kein Sitzenbleiben in den ersten drei Schulstufen.

NÖ Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz (VP).  |  NOEN, NLK/Burchhart

Zum Aufsteigen in die nächste Schulstufe sind Kinder in den Volksschulklassen eins bis drei in jedem Fall berechtigt. Freiwilliges Sitzenbleiben ist aber auch künftig möglich. Wie die Notenvergabe (alternative Beurteilung oder Ziffernnoten) aussieht, darüber entscheiden Lehrer und Eltern im Schulforum.

Das sind einige der Änderungen, die der vergangene Woche verschickte Begutachtungsentwurf zum Schulrechtspaket – der erste Teil der Bildungsreform – beinhaltet. Außerdem: Zur Förderung von Kindern mit mangelnden Deutschkenntnissen gibt es die Möglichkeit, Sprachstartgruppen zu besuchen. Vor Eintritt in den Regelunterricht soll anstatt der Pflichtgegenstände Deutsch unterrichtet werden. Alternativ oder darauf aufbauend soll es weiterhin Sprachförderkurse geben. Darüber hinaus soll beim Übergang vom Kindergarten in die Volksschule von Eltern Dokumente ihrer Kinder zu deren Entwicklungs- und Sprachstand vorgelegt werden, um Fördermaßnahmen veranlassen zu können. Und: Die Novelle soll Schulsprengel flexibilisieren.

Niederösterreichs Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz (VP) begrüßt das in Begutachtung geschickte Schulrechtspaket und hofft auf eine baldige Umsetzung der gesamten Bildungsreform: „Denn die veröffentlichten Auswertungen der Deutsch-Bildungsstandards in den 4. Volksschulklassen haben einmal mehr deutlich gemacht, dass es in der Vergangenheit Versäumnisse in der Bildungspolitik gegeben hat.“ Was den erleichterten Übergang vom Kindergarten in die Volksschule angeht, betonte Schwarz, dass es in NÖ bereits Kooperationen zwischen diesen beiden Bildungseinrichtungen gebe.