Erstellt am 05. Juli 2016, 12:12

von Anita Kiefer

Zahl asylwerbender Schüler vervierfacht. Zu Beginn des Schuljahres gab es 757 asylwerbende Kinder an NÖ-Schulen, jetzt sind es 3.062. Mehrkosten zahlt Land NÖ.

Landesschulratspräsident Johann Heuras und Bildungslandesrätin Barbara Schwarz zogen zum Schulschluss Bilanz über das abgelaufene Schuljahr.
Foto: NLK / Filzwieser
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Für mehr als 179.000 Schüler in NÖ hieß es vergangenen Freitag: Ferienbeginn. Darunter auch 3.062 asylwerbende Schüler – das sind rund vier Mal so viele als noch zu Schulbeginn.

95 Vollzeit-Lehrerposten wurden dafür zusätzlich eingestellt. Die finanziert aktuell das Land NÖ. Denn ab dem Stichtag 1. Oktober findet der Anstieg an asylwerbenden Kindern keine Berücksichtigung im Stellenplan des Bundes. Bildungslandesrätin Barbara Schwarz (VP) und Landesschulratspräsident Johann Heuras kritisierten zu Schulschluss die „fehlende Unterstützung“ des Ministeriums und wollen über den Sommer eine Finanzierungslösung mit dem Bund finden.

Schwarz lobt Einsatz der NÖ-Pädagogen

Es sei dem Einsatz der Pädagogen in NÖ zu danken, dass trotz dieser fehlenden Unterstützung das Schuljahr gut bewältigt werden konnte, so Landesrätin Schwarz. Wie viele neue asylwerbende Kinder im kommenden Schuljahr hinzukommen werden, kann Schwarz noch nicht beurteilen: „Das einzuschätzen ist sehr schwierig.“

Allgemein zum Schuljahr 2015/16 erklärte Präsident Heuras: 58 Prozent der Volksschüler hätten das Jahr in Lesen, Schreiben und Rechnen mit der Benotung „Sehr gut“ beendet und somit AHS-Reife erreicht. 97,4 Prozent der Schüler an den Neuen Mittelschulen (NMS) und Polytechnischen Schulen hätten das Schuljahr positiv absolviert. Die Ergebnisse der Zentralmatura: An AHS haben 87,4 Prozent der Schüler die Matura bestanden, an BHS 88,9 Prozent.