Erstellt am 15. Juni 2016, 04:19

von Martin Gebhart

Schwarz: "Besteht Handlungsbedarf". VP-Bildungslandesrätin will mehr personelle Ressourcen für Schulstandorte.

 |  NOEN, APA

Die neue SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid präsentierte in der Vorwoche den OECD Ressourcenbericht 2016 zum Schulsystem.

Danach sorgte vor allem jene Feststellung für Diskussionen, in der wieder zu größeren Schulklassen geraten wird. Was sofort im Schulbereich für Proteste sorgte.

Für Niederösterreichs VP-Bildungslandesrätin Barbara Schwarz ist entscheidender, wie die personellen Ressourcen auf die Schulstandorte verteilt werden und wie diese damit agieren dürfen.

Schwarz: „Der Befürwortung der OECD, bei der Ressourcenverteilung die genauen Rahmenbedingungen der jeweiligen Schulstandorte zu berücksichtigen, kann ich durchaus zustimmen. Klar ist für mich dabei jedoch auch, dass eine solche Ressourcenzuteilung nicht auf Kosten anderer Schülerinnen und Schüler passieren darf.

"Schulautonomie muss aufgewertet werden"

Niederösterreich drängt seit Jahren darauf, dass die Schulen mit mehr personellen Ressourcen ausgestattet werden müssen, insbesondere in den Bereichen interkulturelle Mitarbeit, Schulpsychologie und Schulsozialarbeit.“ Und weiter: „Aber auch die Planstellen für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gehören endlich der Realität und dem tatsächlichen Bedarf angepasst. Der Bund ist hier ganz klar gefordert!“

Klar ist für Schwarz, dass diese Ressourcen am jeweiligen Standort möglichst flexibel für die Schüler eingesetzt werden können. „Dazu muss vor allem die Schulautonomie eine große Aufwertung erfahren und endlich die notwendige Freiheit für unsere Lehrerinnen und Lehrer bringen“, so die Landesrätin.

Nur so könnten sie auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder besser eingehen.