Erstellt am 10. Februar 2016, 02:43

von NÖN Redaktion

Seibersdorf hat Methode gegen das „Zika-Virus“. Das Zika-Virus, das vor allem in Südamerika verbreitet ist, aber auch schon in Europa aufgetaucht ist, könnte durch eine Entwicklung des Institutes für Molekular-Biologie der Seibersdorf Laboratories bekämpft werden.

 |  NOEN, APA (dpa)
Bei der neuen Methode handelt es sich um eine Art „Verhütungsmethode für Insekten“, die in Seibersdorf (Bezirk Baden) entwickelt worden ist.

Das ZIKA-Virus wird durch infizierte Weibchen übertragen, nur diese stechen Menschen. Die neue Technik richtet sich aber gegen Männchen. Diese werden in großer Zahl durch Bestrahlung unfruchtbar gemacht und dann in einem begrenzten Gebiet in die Freiheit entlassen.

So wird verhindert, dass sich die Population weiterentwickeln kann. Seibersdorf-Experte Aldo Malavasi zu der Entwicklung: „Wir müssen eine Menge produzieren, sie in die Freiheit entlassen und den Erfolg des Projekts überwachen.“

Die Technologie kann sofort eingesetzt werden und wurde bereits in mehrere asiatische Länder sowie nach Mittel- und Nordamerika exportiert.