Erstellt am 01. Dezember 2015, 04:53

von Michael Nowak

Sichere Plätze für Frauen schaffen. Mehr Frauenparkplätze als Forderung am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

Symbolfoto  |  NOEN, bilderbox.com (www.bilderbox.com)
Einen etwas ungewöhnlichen Ort für eine Pressekonferenz wählten Sozial-Landesrätin Petra Bohuslav und Präventionsexperte Andreas Bandion vom Landeskriminalamt am 25. November, um auf diesen internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen. Auf der tiefsten Etage der Tiefgarage unter dem Landhaus bezogen sie gemeinsam Stellung bei den Frauenparkplätzen.

Dass sie sich ausgerechnet dort zu diesem Thema äußern wollten, hatte freilich seine Gründe. „Im letzten Jahr wurden wieder 134.000 Frauen in Niederösterreich Opfer von Gewalt. Es geht heute darum, ein Zeichen zu setzen und Frauenparkplätze sind ein solches. Sie schaffen ein subjektives Gefühl von Sicherheit“, sagte Bohuslav.

Projekte auch in anderen Bereichen

Geht es nach der Landesrätin, sollen Projekte wie Frauenparkplätze in Zukunft auch in anderen Bereichen Anwendung finden. Ein mögliches Beispiel sei die Badner Bahn, in der es in der Vergangenheit immer öfter zu Übergriffen kam. „Ich habe bereits mit den Verantwortlichen Kontakt aufgenommen, um gemeinsam über Maßnahmen wie eigene Frauen-Sitzplätze in unmittelbarer Nähe der Fahrer zu diskutieren. Dieses Pilotprojekt würde die Sicherheit von Frauen steigern“, so Bohuslav.

Um Frauen zu helfen, sich besser behaupten zu können, sind im Jänner und Februar außerdem fünf regional über NÖ verteilte Info-Veranstaltungen geplant. Abgehalten werden diese in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kriminalprävention der Landespolizeidirektion. „Alle Gesellschaftsschichten sind von Gewalt betroffen, Jung bis Alt. Wir als Polizei müssen vor allem Präventionsmaßnahmen schaffen, um das zu verhindern. Die Veranstaltungen sollen dabei helfen“, so Bandion.