Erstellt am 12. April 2016, 06:14

von Martin Gebhart

„Habe hier gelernt, Politik zu machen“. Noch-Landesvize bereitet sich schon auf Aufgaben im Innenministerium vor.

Überaus freundschaftliche Umarmung von Johanna Mikl-Leitner und Wolfgang Sobotka in der Politischen Akademie der ÖVP in Wien, wo der Wechsel zwischen Innenministerium und NÖ Landesregierung mit Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner verkündet wurde.  |  NOEN, APA/Pfarrhofer
Wolfgang Sobotka hatte seine politische Zukunft sicherlich nicht in Richtung Innenministerium geplant. Dennoch vermittelte der VP-Politiker aus Waidhofen/Ybbs bei der sonntägigen Pressekonferenz den Eindruck, dass er schon voll auf seine neue Aufgabe in der Bundesregierung fokussiert ist.

Sobotka verkündete, dass er den Weg von Johanna Mikl-Leitner weitergehen werde. Sobotka: „Das Innenministerium ist das Schlüsselministerium schlechthin und zentrale Drehscheibe für die zentralen Herausforderungen unserer Tage, nämlich Sicherheit und Migration.“ Nachsatz: „Ich bin bereit, mich mit all meiner Erfahrung, Kraft und Leidenschaft für diese Aufgabe einzusetzen.“

Dass er von manchen Wiener Medien bereits abqualifiziert worden ist, bevor überhaupt die Angelobung stattgefunden hat, ärgert ihn genauso wie die Mutmaßungen, es habe ein Zerwürfnis mit Landeshauptmann Erwin Pröll gegeben. Sobotka zur NÖN: „Ich habe in Niederösterreich gelernt, Politik zu machen. Da geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten, da geht es um die Sache. Das ist das Erfolgsgeheimnis und so soll es auch bleiben.“ Natürlich habe es für ihn auch Bedenken gegeben, habe er nicht sofort zugesagt. Aber: „Wer mich kennt, weiß: Wenn eine Diskussion beendet ist, dann ist sie beendet. Da gibt es kein Zurückschauen mehr.“

Sobotka bleibt weiter NÖAAB-Landesobmann

Auch als Innenminister wird Sobotka weiter in der NÖ Landespolitik fest verankert sein. Er behält die Funktion des Landesobmannes des NÖAAB, des Arbeitnehmerbundes der ÖVP.
Bereits kurze Zeit nach dem Bundesparteivorstand der ÖVP, bei dem die Rochade beschlossen worden war, tauschten sich Wolfgang Sobotka und Johanna Mikl-Leitner noch in der Nacht auf Montag gegenseitig aus, was in dem jeweiligen neuen Arbeitsumfeld zu erwarten ist.