Erstellt am 21. September 2015, 09:23

von Martin Gebhart

Soldaten aus NÖ im Einsatz. Assistenzeinsatz im Burgenland und in der Steiermark. Transitquartiere für Asylwerber in Niederösterreich. Lichtermeer für Flüchtlinge in Wiener Neustadt.

Soldaten aus Niederösterreich im Assistenzeinsatz: Essensausgabe für die vielen Flüchtlinge.  |  NOEN, Foto: ÖBH
Trotz des großen Flüchtlings-Andrangs war im Burgenland und in der Steiermark die Lage am Wochenende relativ ruhig. Nicht zuletzt, weil mit Beschluss vom 14. September nun auch das Bundesheer an den Grenzen Assistenzeinsatz leistet. Von der 3. und 4. Panzergrenadierbrigade, die ihren Hauptsitz in NÖ hat, wurden 373 Soldaten nach Wien, Burgenland und die Steiermark geschickt.

Konkret stellt derzeit die 3. Panzergrenadierbrigade 341 Soldaten aus den Kasernen Mautern, Melk, Mistelbach, Großmittel, Zwölfaxing und Güssing. Dazu weitere 32 Soldaten der 4. Panzergrenadierbrigade aus Allentsteig und Horn. Wobei man seitens des Bundesheeres klarstellt: Der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz wird derzeit nur durch Berufssoldaten geleistet und erfolgt bewaffnet im Auftrag der zivilen Sicherheitsbehörden. Zum Auftrag zählen etwa Sicherungsmaßnahmen oder Kontrollen. Die humanitäre Hilfeleistung wird durch unbewaffnete Soldaten geleistet. Darunter auch Grundwehrdiener.

Wieder Notquartiere in Niederösterreich

Um die vielen Flüchtlinge, die weiter nach Deutschland wollen, in Österreich unterzubringen, wurden wieder viele Transitquartiere geschaffen. Etliche davon in NÖ. Darunter auch der Wirtschaftshof in St. Pölten. Dort sind derzeit 252 Asylwerber untergebracht. Weitere 40 werden noch erwartet. Wobei für all diese St. Pölten nur eine Übergangslösung ist, von wo sie weitergebracht werden.

Übrigens: Als Solidaritätsaktion für die vielen Flüchtlinge wurde auf dem Wiener Neustädter Hauptplatz ein Lichtermeer veranstaltet, an dem über 1.000 Menschen teilnahmen. Und in Traiskirchen fand ein prominent besetztes „Danke-schön-Konzert“ statt.