Erstellt am 12. April 2016, 06:14

von NÖN Redaktion

„Werden neuerlich Blamage erleben!“. Mit der Rückkehr von Johanna Mikl-Leitner wurden sofort Termine für den Rückzug von Landeshauptmann Pröll kolportiert. Dieser warnt vor falschen Rückschlüssen.

Erwin Pröll  |  NOEN, Erich Marschik
ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll gab sich nach der Entscheidung in der Partei kämpferisch. Vor allem der vielen Gerüchte und Spekulationen, die angesichts des Wechsels in einigen Wiener Tageszeitung verbreitet worden waren.

Etwa, dass es somit feststehe, dass er sich Ende des Jahres als Landeshauptmann zurückziehen werde. Pröll zur NÖN: „Diese Frage stellt sich derzeit nicht.“ Er könne nur alle Journalisten warnen, dass sie nicht erneut wie bei der Frage seines möglichen Antritts bei der Bundespräsidentenwahl spekulieren, denn dann könnten sie „eine neuerliche Blamage erleben“.

Zerwürfnis mit Wolfgang Sobotka vermutet

Oder die mediale Ansage, es habe ein Zerwürfnis mit Wolfgang Sobotka gegeben. Pröll: „Das ist ein völliger Stumpfsinn.“ Die Vorbereitung der Rochade sei in „ruhigen Gesprächen“ abgelaufen.

Überhaupt wundere er sich über manche Reaktionen. So sei Ministerin Johanna Mikl-Leitner noch vor wenigen Monaten „hinuntergeschrieben“ worden. Die gleichen Personen würden ihr jetzt als Innenministerin nachtrauern.
Pröll ist fest davon überzeugt, dass Sobotka ein guter Innenminister wird: „Wolfgang Sobotka hat in 18 Jahren Regierungsarbeit in Niederösterreich ausreichend Erfahrungen gesammelt und Durchsetzungsfähigkeit bewiesen. So energisch er die Interessen des Landes gegenüber dem Bund vertreten hat, so hart wird er auch für Österreichs Interessen in Europa kämpfen.“