Erstellt am 28. April 2016, 10:38

von Anita Kiefer

SPNÖ will 1.700 Euro Mindestlohn. Landesparteichef Matthias Stadler fordert anlässlich des 1. Mai kollektivvertraglichen Mindestlohn. An Diskussionen um einen Wechsel an der Parteispitze auf Bundesebene will er sich nicht beteiligen.

Matthias Stadler will keine »verwaschenen Verhältnisse« in der Stadt: »Die SPÖ gibt in dieser Stadt die Themen vor und setzt sie um.«  |  NOEN, Kern
„Wir wollen keinen gesetzlichen Mindestlohn“, stellte Stadler klar. Denn dieser könne in Krisenzeiten „immer wieder gekippt werden“. Daher will der Landesparteichef der SPÖ Niederösterreich die Verankerung von 1.700 Euro brutto – das entspricht 1.311 Euro netto – in allen Kollektivverträgen. Genügend Geld zur Verfügung zu haben, um ordentlich leben zu können, sei ein „wichtiger Faktor des sozialen Friedens“.

"Es gibt aufrechten Präsidiumsbeschluss"

Angesprochen auf offen ausgesprochene Forderungen nach einem Wechsel an der Parteispitze der Bundes-SPÖ betonte Stadler, dass er so manchem, der dies fordere, „Eigeninteresse“ unterstelle. Auf die Frage, ob er an Werner Faymann als Parteichef festhalte sagte Stadler: „Es gibt einen Parteipräsidiumsbeschluss, der aufrecht und einstimmig gefasst ist.“

SPNÖ-Landesgeschäftsführer Robert Laimer erinnerte zum Staatsfeiertag an die Historie wie die Etablierung des 1. Mai nach Vorbild amerikanischer Gewerkschaften.