Erstellt am 17. November 2015, 06:18

von Martin Gebhart

Heinzl geht, Stadler kommt. Landesparteivorsitzender Stadler ist nun auch Bezirksvorsitzender.

Bundeskanzler Werner Faymann überreichte Anton Heinzl die Viktor-Adler-Plakette, die höchste Auszeichnung der SPÖ.  |  NOEN, Marschik
„Der ist nie überfordert.“ Mit diesen Worten versuchte Siegfried Nasko alle Bedenken zu zerstreuen, Matthias Stadler könnte die SPÖ-Dreifach-Funktion Landesparteivorsitzender, Bezirksvorsitzender in St. Pölten und Bürgermeister der Landeshauptstadt nicht bewältigen. Die über 400 Delegierten folgten ihm und wählten Stadler mit 95,1 Prozent an die Spitze der SPÖ-Bezirkes St. Pölten – nach Linz der zweitgrößte SPÖ-Bezirk in ganz Österreich.

Stadler löste bei dieser Bezirkskonferenz im ÖBB-Werk in St. Pölten Nationalratsabgeordneten Anton Heinzl ab, der sich nun verstärkt auf seine Parlamentstätigkeit konzentriert. In seiner Rede appellierte Heinzl an den Zusammenhalt und die Disziplin in der SPÖ. Mit einem Seitenhieb auf Traiskirchens SPÖ-Bürgermeister und Faymann-Kritiker Andreas Babler. Heinzl: „Querschüsse von einem Provinzbürgermeister und anderen Schreibtischtätern haben bei uns nichts verloren.“

Heinzl wurde mit vielen Geschenken verabschiedet. Aus den Händen von Bundeskanzler Werner Faymann erhielt er die Viktor-Adler-Plakette. Der SPÖ-Bundesvorsitzende forderte in seiner Rede in Wahlkampfmanier ebenfalls Solidarität und Disziplin innerhalb der Partei.