Erstellt am 16. Februar 2016, 05:24

von Martin Gebhart

St. Pölten: Stabile Stimmung vor der Gemeinderatswahl. Würde am Sonntag gewählt werden, hätte SPÖ die Absolute wieder in der Tasche.

NOEN, zVg

Die SPÖ würde ihre absolute Mehrheit behalten, die ÖVP ebenfalls ihren Stand aus dem Jahr 2011. Lediglich die FPÖ könnte stärker dazugewinnen, die Grünen weniger. Und für die NEOS wird ein Antreten in der Landeshauptstadt St. Pölten ein heißes Pflaster. Das hat eine Umfrage von „Public Opinion Strategies“ im Auftrag der NÖN zwei Monate vor der Gemeinderatswahl am 17. April ergeben.

„Aus heutiger Sicht könnte Bürgermeister Stadler
der SPÖ wieder die absolute Mehrheit sichern"

Wobei der Intensivwahlkampf noch nicht begonnen hat. Dementsprechend auch die Hochschätzung von Meinungsforscher Peter Hajek, der diesmal die Schwankungsbreite explizit ausweist. Für die SPÖ ist nach derzeitigem Stand ein Wert zwischen 51 und 59 Prozent drinnen (Wahl 2011: 56,8 Prozent), für die ÖVP zwischen 19 und 27 (2011: 25,3).

x  |  NOEN, Bischof

Die FPÖ könnte von 10,7 auf mindestens 13 und bis zu 19 Prozent wachsen, die Grünen würden bei 2 bis 6 Prozent bleiben (2011: 4,9). Und die NEOS grundeln derzeit noch bei 0 bis 2 Prozent herum.

Die Analyse von Peter Hajek: „Aus heutiger Sicht könnte Bürgermeister Stadler der SPÖ wieder die absolute Mehrheit sichern – sofern der Wahlkampf business as usual verläuft.“

"Keine Prognose über tatsächlichen Wahlausgang"

Und: „Die Sonntagsfrage gibt nur ein Bild über die derzeitige Stimmung in der Stadt ab und ist daher keine Prognose über den tatsächlichen Wahlausgang. Hinzu kommt, dass noch jeder Fünfte unentschlossen ist und die Deklarationsquote mit 60 Prozent niedrig ausgefallen ist. Das heißt, es gibt noch freie Potenziale. Die Grünen haben sich von ihrer letzten Wahlschlappe noch nicht erholt. Für NEOS ist der Einzug in den Gemeinderat eine Herausforderung. Die Erfahrung zeigt, dass nach Nominierung des Spitzenkandidaten und mit Wahlkampfbeginn, die Werte für NEOS steigen werden. Ob es für den Einzug reichen wird, wird sich zeigen.“

Zur Umfrage

Im Auftrag der NÖN hat das Institut „Public Opinion Strategies“ (Peter Hajek) vom 8. bis 12. Februar telefonisch 500 Personen – ab 16 Jahren – in St. Pölten befragt. Maximale Schwankungsbreite sind +/– 4,4 Prozent.

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