Erstellt am 23. Mai 2016, 17:06

von NÖN Redaktion

"VdB"-Sieg: Reaktionen aus Niederösterreich. Stimmen aus Niederösterreich zur Wahl von Alexander Van der Bellen zum Bundespräsident.

Alexander Van der Bellen  |  NOEN, APA

SPÖ Landesparteivorsitzender Matthias Stadler, Bürgermeister von St. Pölten: „Ich freue mich, dass die Wähler sich mehrheitlich für Alexander Van der Bellen entschieden haben – er ist für mich ein Garant dafür, dass das Verbindende und Menschliche in unserer Gesellschaft Platz behalten wird.“ Denn Van der Bellen fühle sich den Menschenrechten, der Verfassung und der Demokratie verpflichtet, sagt Stadler. Dennoch sei das knappe Wahlergebnis für Van der Bellen als „Schuss vor den Bug“ für das gesellschaftliche System zu werten.

"Für uns als SPÖ Niederösterreich ist FPÖ-Kandidat Hofer, ein bekennender und praktizierender Burschenschafter, der sich nicht zur Österreichischen Nation und damit nicht zur Republik Österreich bekennt, nicht wählbar gewesen", sagt Stadler: „Die politischen Positionen, die Hofer und seine Strache-FPÖ vertreten, sind mit unseren Werten und Haltungen unvereinbar.“

Der Europaabgeordnete Othmar Karas: "Die Mitverantwortung Österreichs für die Zukunft Europas hat gewonnen. Die Wahl ist Auftrag, neue Formen des Dialogs mit allen zu ermöglichen und die Information über die Rolle Österreichs in der EU sowie die Rolle der EU in der Welt zu verbessern. Machen wir die Bürger zu Beteiligten und Österreich zum Motor der Stärkung der EU."

Österreich sei mit Alexander Van der Bellen als Bundespräsident "zukunftsreich unterwegs", kommentierte Helga Krismer, Landessprecherin der NÖ Grünen, den Wahlerfolg.Das "50:50 in der Republik" sehe sie sogar positiv, weil in der Bevölkerung eine "Politisierung und Standortbestimmung stattgefunden" habe. "Van der Bellen wird uns wieder einen und uns nicht enttäuschen."

Der neue Bundespräsident werde "das Amt verbindend auslegen", zeigte sich Hikmet Arslan, Landesgeschäftsführer der Grünen, überzeugt. Das und das Engagement zahlreicher Helfer (fast) "aller Couleurs", die "in Eigeninitiative für Van der Bellen gelaufen" seien, hätten zu dem Erfolg in der Stichwahl geführt.

Walter Rosenkranz, Landesobmann der Freiheitlichen, betonte, dass Norbert Hofer eine "tolle Leistung" geboten habe. Es liege ein knappes Ergebnis vor, "das in der Demokratie zu akzeptieren ist". Hofer habe viel Gegenwind verspürt und sei mit Angstszenarien konfrontiert gewesen, "die an den Haaren herbeigezogen sind". In Niederösterreich wäre einem Erfolg des FPÖ-Kandidaten nichts im Wege gestanden, fügte Rosenkranz unter Hinweis auf das Landesergebnis hinzu.