Erstellt am 03. November 2015, 06:57

von Teresa Sturm

Budget beschlossen. In der Sitzung des AKNÖ-Arbeitnehmerparlaments gab es Diskussionsstoff. Bezüglich des Budgets herrschte Einigkeit.

AKNÖ-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser eröffnete mit seiner Rede die Herbstsitzung des ArbeitnehmerInnen-Parlaments.  |  NOEN, AKNÖ

Zum letzten Mal tagte das Arbeitnehmerparlament der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) in der Wiener Zentrale. Der nächste Termin wird 2016 schon im neuen Arbeitnehmerzentrum in St. Pölten stattfinden. Dadurch sei man laut AKNÖ-Direktor Helmut Guth näher bei den Mitgliedern.

Im Rahmen des Arbeitnehmerparlaments wurde der Budgetvoranschlag über 82,5 Millionen Euro für 2016 besprochen und einstimmig angenommen.

Kontrollierter Zugang von Asylwerbern zum Arbeitsmarkt

AKNÖ-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser ging in seiner Eröffnungsrede auf die Hauptprobleme am derzeitigen Arbeitsmarkt ein. Aufgrund der Flüchtlingsproblematik brauche man einen kontrollierten Zugang von Asylwerbern zum Arbeitsmarkt.

Nein zur Anhebung des Mindestpensionsalters

Gegen die besonders hohe Arbeitslosigkeit bei älteren Menschen soll laut Wieser die Kampagne „Einstellungssache 50+“, bei der man sich speziell für die Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern annimmt, helfen. „Allein wenn wir in Niederösterreich die Überstunden um ein Viertel reduzieren könnten, wären das bis zu 6.000 zusätzliche Arbeitsplätze“, sagt Wieser. Es brauche Investitionen in die Forschung und den Ausbau von Infrastruktur. Wieser sprach sich gegen die Anhebung des Mindestpensionsalters aus.

Die Christgewerkschafter von der FCG-Fraktion brachten bezüglich Frauenpensionsanrechnung die Forderung nach einer vollen Vierjahresanrechnung pro Kind ein. Die FCG wünsche hier mehr Anreize für eine Steigerung der Geburtenrate. „Dieser Antrag wurde leider auch nicht angenommen, obwohl es genau hier wichtig wäre, mehr Initiativen zu setzen“, heißt es von der FCG.

Die Fraktion „Alternative und Grüne GewerkschafterInnen“ appellierte, für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu kämpfen.