St. Pölten

Erstellt am 03. Dezember 2017, 08:00

von APA Red

Landtagswahlen 2018: Vier spannende Monate ab Jänner. In acht Wochen startet die neue Landtagswahl-Runde. Bis April wählen nacheinander Niederösterreich, Tirol, Kärnten und Salzburg.

Symbolbild  |  APA/ROLAND SCHLAGER

Besonders spannend wird es für die Grünen und - in Kärnten - für die SPÖ, aber auch für die FPÖ, die unter Schwarz-Blau teils herbe Verluste in den Ländern erlitt.

Damals war die schwarz-blaue Bundesregierung bei der ersten Landtagswahl allerdings schon mehr als neun Monate im Amt - aber gleich im Oktober 2000 setzte es die FPÖ in der Steiermark fast fünf Prozentpunkte Minus. Dies war der erste Verlust bei Landeswahlen seit 1986 - und von 2000 bis 2005 gab es dann fast durchgehend Verluste für die Blauen, 2002 bis 2004 sogar zweistellig, auch bei der Nationalratswahl 2002.

Weil die jetzige Nationalratswahl ein Jahr vorgezogen wurde, werden alle vier Landtage erst danach gewählt - teilweise, in Niederösterreich und Tirol, aber früher als nötig. Dies wohl auch, weil die ÖVP hofft, von der Begeisterung für den neuen Bundesparteichef Sebastian Kurz zu profitieren. Allfällige negative Auswirkungen der neuen - höchstwahrscheinlich schwarz-blauen - Regierung sind am 28. Jänner (NÖ) und am 25. Februar (Tirol) noch nicht wirklich zu befürchten.

In drei der vier Länder treten nächstes Jahr ÖVP-Landeshauptleute an, um ihre Vormacht zu verteidigen: In Niederösterreich schlägt Johanna Mikl-Leitner ihre erste Wahl als Landeshauptfrau. An ihr wäre es, die einzige verbliebene absolute Mehrheit zu halten - was ihrem Vorgänger Erwin Pröll 2013 mit 50,8 Prozent gelang.

Davon war Günther Platter 2013 in seiner ersten Wahl in Tirol weit entfernt, aber seine 39,4 Prozent galten dennoch als großer Erfolg angesichts zweier Konkurrenten im eigenen Lager und elf Listen insgesamt.

Noch viel schwächer schnitt die ÖVP 2013 in Salzburg ab - aber 29,0 Prozent reichten, um sich in der Finanzskandalwahl den 2004 an die SPÖ verlorenen ersten Platz zurückzuholen. Für Landeshauptmann Wilfried Haslauer geht es im April darum, seinen Sessel zu verteidigen - und Salzburg schwarz zu halten.

Dieselbe Aufgabe stellt sich in Kärnten, allerdings für den SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser. Er holte 2013 mit 37,1 Prozent Platz 1 von der FPÖ zurück - die skandal- und krisengeschüttelt um 28 Prozentpunkte auf 16,9 Prozent absackte. Jetzt hoffen die Blauen, dass Hypo-Skandal, Causa Birnbacher etc. vergessen sind - und sie sich ihren bisher einzigen LH-Sessel zurückerobern können.

Mit einem (freilich bei weitem nicht so kräftigen) Minus in Zeiten der FPÖ-Konsolidierung stachen 2013 jedoch auch Tirol und NÖ heraus, nur in Salzburg legten die Blauen zu. Die Ergebnisse waren eher schwach (8,2 Prozent in NÖ, 9,3 in Tirol, 16,9 in Kärnten, 17,0 in Salzburg) - verglichen mit den bis zu 30 Prozent, die es danach im Zeichen der Flüchtlingskrise für die Blauen gab.