Erstellt am 05. Juli 2016, 19:21

von Carina Rambauske

Die Grünen: „Eltern schauen durch die Finger“. Land NÖ streicht Förderung für Eltern von Kindergartenkindern. Die Grünen werden in der bevorstehenden Landtagssitzung keine Zustimmung geben.

 |  NOEN, zVg

„Es ist das eingetreten, was wir befürchtet haben, es wird am falschen Ende gespart“, kommentiert Helga Krismer, Klubobfrau der Grünen, die Streichung von Förderungen des Landes NÖ für Eltern von Kindergartenkindern. „Die NÖ Grünen stellen nicht unsere Kinder, sondern organisatorische Fragen in den Vordergrund. Unsere Überlegungen und gesetzten Maßnahmen zielen darauf ab, was für unsere Kinder am sinnvollsten ist“, kontert VP-Landtagsabgeordnete Margit Göll.

Rund 250 Eltern in Niederösterreich wurden mit 150.000 Euro unterstützt. „Die schauen jetzt durch die Finger“, so Krismer und fügt hinzu: „Das Land putzt sich ab, die Gemeinden sollen das nun selber regeln, stellt sich die ÖVP vor.“ Zusätzlich werde den Gemeinden vom Land NÖ künftig vorgeschrieben, ein Mindestbeitrag von 50 Euro von den Eltern einzuheben.

Mit den Kindergartenpädagogen Englisch sprechen

Krismer kritisierte weiter, dass es ab Herbst vom Land kein Geld mehr für Native Speaker (muttersprachlich englisch sprechende Hilfskräfte) in Kindergärten geben soll.

Göll erklärt: „Bei Englisch im Kindergarten wurde die Förderung für Gemeinden seitens des Landes NÖ als Anschubunterstützung konzipiert, um die Entwicklung des Modells voranzutreiben. Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass zunehmend mehr Kindergartenpädagogen sowohl aufgrund ihrer Ausbildung über ein sehr hohes Englischniveau verfügen, als auch die abteilungsinternen Weiterbildungen nutzen und Englisch in ihrem Kindergarten selbst anbieten. Bis dato haben über  900 Kindergartenpädagogen das Weiterbildungsangebot für Englisch im Kindergarten genützt.“ Werde Englisch im Kindergarten von den Pädagogen selbst angeboten, hätte dies den Vorteil, dass sie den Kindern vertraut sind und dass sie Englisch leichter in den Alltag einfließen lassen können, informiert Göll.