Erstellt am 05. Mai 2016, 07:04

von NÖN Redaktion

„Keine macht es freiwillig“. Ordensfrau Sr. Lea Ackermann referierte über „Handel mit Frauen und Kindern“.

Ordensfrau Lea Ackermann engagiert sich seit 30 Jahren im Kampf gegen die Prostitution. Sie hielt in der Vorwoche im Hippolyt-Haus in St. Pölten einen Vortrag über Menschenhandel.  |  NOEN, Zarl

Für ihr Engagement hat sie bereits den Augsburger Friedenspreis erhalten. In der Vorwoche referierte sie auf Einladung von „Missio St. Pölten“ im Hippolyt-Haus: Sr. Lea Ackermann, die sich seit 30 Jahren dem Kampf gegen die Prostitution widmet.

Als Missionsschwester hatte sie das Problem in Ruanda und Kenia kennengelernt. Dort habe sie auf die Palme gebracht, dass einheimische Mädchen ihre Körper an reiche Touristen verkaufen müssen. Damals hatte sie sich geschworen: „Lieber Gott, ich kümmere mich jetzt um deine chancenlosen Töchter, lass mich bloß nicht hängen.“ So Lea Ackermann beim einerseits packenden, andererseits erschütternden Vortrag in St. Pölten.

Sie fordert überhaupt ein generelles Verbot von Prostitution. Damit würde das Pro-blem zwar nicht aus der Welt geschafft, das gesetzliche Vorgehen dagegen sei aber leichter.