Erstellt am 26. Januar 2018, 11:25

von APA Red

Krismer ortet "Dirty Campaigning" der SPÖ. Die Grüne Spitzenkandidatin Helga Krismer wirft der SPÖ im Wahlkampffinale zur niederösterreichischen Landtagswahl "Dirty Campaigning" vor. Krismer zeigte sich am Rande eines Wahlkampftermins in Melk "tief enttäuscht" über den sozialdemokratischen Listenersten Franz Schnabl. Konkret geht es um SPÖ-Aussagen in Richtung Grüne im Zusammenhang mit der Causa um den FPÖ-Spitzenkandidaten Udo Landbauer.

Helga Krismer  |  Erich Marschik

Die SPÖ Niederösterreich hatte nach Bekanntwerden von NS-verherrlichendem Liedgut der Burschenschaft Germania, deren Vizevorsitzender der Wiener Neustädter Stadtrat Landbauer war, Kritik auch an den Grünen geübt. Angesichts einer "bunten Stadtregierung" in Wiener Neustadt sahen die Sozialdemokraten neben der FPÖ auch ÖVP und Grüne in der Pflicht.

"Ich frage mich, ob Schnabl bei Tal Silberstein war, dass ihm so etwas einfällt", so Krismer. Die SPÖ-Aussagen seien "völlig abstrus". Die Grünen hätten in Wiener Neustadt den Vorsitz im Kontrollausschuss und im Gegenzug Klaus Schneeberger (ÖVP) zum Bürgermeister gewählt, stellte die Grüne Spitzenkandidatin auf Nachfrage klar. Eine Koalition bestehe nicht, betonte sie.

Nach der Gemeinderatswahl 2015 hatte die SPÖ in Wiener Neustadt nach Jahrzehnten der Bürgermeister-Sessel räumen müssen, dieser ging an die ÖVP. Die Volkspartei arbeitet mit den früheren Oppositionsparteien zusammen, einen Koalitionsvertrag gibt es jedoch nicht. Es bestehen lediglich Vereinbarungen zwischen den einzelnen Fraktionen mit der Volkspartei Wiener Neustadt.