Erstellt am 13. Februar 2012, 00:00

Wahl-Duell in Krems ist völlig offen!. EXKLUSIVE NÖN-UMFRAGEN / Höchstwahrscheinlich wird heuer in NÖ nur in Waidhofen/Ybbs und Krems gewählt werden. Hier die Ausgangslage.

VON MARTIN GEBHART

Nachdem das Sparpaket der Bundesregierung harmonisch abgesegnet worden ist, gilt es als unwahrscheinlich, dass noch heuer ein neuer Nationalrat gewählt wird. Da auch die Landtagswahlen plangemäß erst 2013 stattfinden, sind in NÖ heuer die einzigen Wahlen jene der Statutarstädte Waidhofen an der Ybbs (25. März) und Krems (Oktober).

In Waidhofen scheint diesmal die Absolute der Volkspartei weniger in Gefahr als vor fünf Jahren. Damals hatte vor allem der Streit um den Kubus auf dem Schlossturm zu Turbulenzen geführt. Laut Hochrechnung des Instituts von Meinungsforscher Peter Hajek, der im Auftrag der NÖN eine Umfrage durchführte, würde sie diesmal auf 52 Prozent kommen, die SPÖ leicht verlieren, während die übrigen Parteien ungefähr gleichbleiben. Entscheidend ist auch der Bonus von Bürgermeister Mair, der sich durch alle Wählerschichten zieht. Wobei die ÖVP aber auch eine negative Überraschung erleben könnte, falls sie den Intensivwahlkampf auf die leichte Schulter nimmt, so Hajek.

In Krems ist die Situation ganz anders. Hier herrscht „hohe politische Frustration“, so Hajek. Deutliches Zeichen dafür: Nur 57 Prozent der Befragten haben sich neun Monate vor der Wahl bereits für eine Partei deklariert. Hajek: „Das ist ungewöhnlich.“ Würde somit am Sonntag gewählt, würde die ÖVP 6,3, die SPÖ 4,5 Prozent verlieren (siehe Grafik rechts). Niedrig auch die Werte der Spitzenkandidaten: Bürgermeisterin Inge Rinke (VP) käme auf 23, Vize Resch auf 24 Prozent. Aber 42 Prozent der Befragten konnten sich für keinen Kandidaten entscheiden. Hajek: „Die Umfrage ist keine Prognose für den Wahlausgang. Die Wähler warten vielmehr auf ein Angebot. Welche Partei dies legen kann, hat am Wahltag entscheidend die Nase vorne.“ Das umstrittenste Thema in Krems ist die „Grüne Parkplatzzone“.

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