Erstellt am 05. April 2016, 10:24

von Martin Gebhart

"Präsidentin steht über den Parteien". Kandidatin Irmgard Griss über Bedeutung des Amtes und das Bundesheer.

Irmgard Griss  |  NOEN, APA/HANS KLAUS TECHT

NÖN: Wie fühlt sich für Sie der Wahlkampf an?
Griss: Intensiv und bereichernd.

Was ist für Sie eine gute Bundespräsidentin?
Eine Bundespräsidentin, die über den Parteien steht und für eine gerechte Gesellschaft, für eine lebendige Demokratie, für Transparenz und für sozialen Ausgleich eintritt.

Werden in diesem Wahlkampf die Rolle und die Möglichkeiten des Präsidentenamtes in unserem Demokratiegefüge überschätzt?
Nein, denn das Amt hat durch die Veränderungen der Parteienlandschaft und durch die großen Herausforderungen an Bedeutung gewonnen.

Innerhalb des Staatsgefüges, welche Rolle gestehen Sie den Bundesländern und den Landeshauptleuten zu?
Auf Ebene der Bundesländer sollen im Sinne der Subsidiarität Verwaltungsaufgaben erledigt werden, die dort am besten erledigt werden können. Die Landeshauptleute repräsentieren das jeweilige Bundesland und sollen seine Interessen auf Bundesebene vertreten, ohne dabei die gesamtösterreichischen Interessen aus dem Auge zu verlieren.

Würden Sie hinter der momentanen strikten Linie der Bundesregierung in der Flüchtlingsfrage stehen?
Ich würde dafür eintreten, dass die Asylverfahren beschleunigt werden und dass sich Österreich aktiv um eine europäische Lösung bemüht.

Als Bundespräsidentin wären Sie auch Oberbefehlshaberin des Bundesheeres. Wie beurteilen Sie den momentanen Zustand unseres Heeres?
Wir müssen uns klar darüber werden, welche Aufgaben das Bundesheer erfüllen soll. Die dafür notwendigen Mittel müssen zur Verfügung gestellt werden.