Erstellt am 31. März 2016, 06:34

von Martin Gebhart

Weiter Tauziehen um Militärmusik. SP-Verteidigungsminister Doskozil ist gesprächsbereit. Frühjahrskonzert in St. Pölten.

Die Militärmusik gibt wieder ihr traditionelles Frühjahrskonzert im Festspielhaus in St. Pölten, obwohl im Vorjahr bereits der letzte große Auftritt angekündigt worden war.  |  NOEN, Milkdo

Das Kapitel „NÖ Militärmusik“ war bereits abgehakt, nachdem im Vorjahr der damalige SP-Verteidigungsminister Gerald Klug darüber nicht mehr diskutieren wollte. Beim traditionellen Frühjahrskonzert im NÖ Festspielhaus in St. Pölten war 2015 bereits Abschied gefeiert worden, nachdem es als letzter großer Auftritt gegolten hatte. Doch nun scheint alles ein wenig anders. Das Frühjahrskonzert findet am 21. April doch wieder statt – und der neue SP-Heeresminister Hans Peter Doskozil will zumindest einmal über eine Lösung für die Militärmusik reden.

Änderungen in der Heeres-Struktur

Das deutete er vor wenigen Wochen an, als Änderungen in der Heeres-Struktur für künftige sicherheitspolitische Aufgaben ankündigte. In diesem Paket wird die Militärmusik nicht dabei sein, weil es sich hier nicht um Sicherheitspolitik handle, so Doskozil. Aber: Er sei bereit, über eine „aufkommensneutrale Lösung“ zu sprechen. Eine ähnliche Zusage gab Doskozil auch dem Tiroler VP-Landeshauptmann Günter Platter.

Das Frühjahrskonzert im Festspiel läuft diesmal allerdings nicht unter „NÖ Militärmusik“. Vielmehr hat Dirigent Oberstleutnant Adolf Obendrauf unter dem Motto „Mit vereinten Kräften“ aus mehreren Bereichen Musiker zusammengezogen. So werden die Niederösterreicher, die nun Ensemble 3 der österreichischen Militärmusik heißen, von Soldaten der Gardemusik und von zivilen Musikern unterstützt. Oberstleutnant Obendrauf will jedenfalls an die Qualität der bisherigen Frühjahrskonzerte anschließen. Und vielleicht ist diesmal sogar der Verteidigungsminister unter den Zuhörern.


Das Konzert

Das Frühjahrskonzert der Militärmusik findet am 21. April um 19 Uhr im Festspielhaus in St. Pölten statt. Das Ensemble der NÖ Militärmusik wird dabei von Soldaten der Gardemusik sowie zivilen Musikern unterstützt. Der Kartenvorverkauf läuft über das Kartenbüro „Niederösterreich Kultur Karten“ (02742/908080-600) und über www.festspielhaus.at