Erstellt am 31. Mai 2016, 07:14

von NÖN Redaktion

„Wieder auf Arbeit in der Republik konzentrieren!“.

 |  NOEN, Erich Marschik

NÖN: Nach der Bundespräsidentenwahl herrscht vielerorts politische Aufregung. Mancherorts wird sogar von einer Spaltung der Gesellschaft in der Republik gesprochen. Wie sehen Sie das?
Pröll: In dieser politisch äußerst bewegten Zeit ist es gut, dass der fünfmonatige Wahlkampf zu Ende gegangen ist. Nun ist es wichtig, sich nach dem Wahlgang wieder auf die Arbeit in der Republik zu konzen-trieren. Eine Spaltung in der Gesellschaft empfinde ich nicht.

Was sind für Sie als Politiker die Erkenntnisse aus dieser Bundespräsidentenwahl?
Pröll: Die Fakten zeigen, dass die Wählerbindung an politische Parteien abgenommen hat. Ich sehe das jedoch als Chance für die Motivation der politisch Verantwortlichen. Die politische Landschaft wird dadurch bunter und effizienter.

Im Wahlkampf hat es etliche Ansagen gegeben, was der Bundespräsident in der Republik alles machen könnte.
Pröll: Man muss das Amt des Bundespräsidenten weg von mancher Kraftmeierei des Wahlkampfs wieder auf realistischen Boden zurückführen. Wichtig ist ein sinnvoller, vernünftiger und bodenständiger Umgang mit der gegebenen Situation in der Republik. Ich bin überzeugt davon, dass der künftige Bundespräsident aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur in der Lage ist, das umzusetzen.

Und was erwarten Sie sich nun nach der Wahl von der Bundespolitik?
Pröll: Ich hoffe, dass man nun in der innenpolitischen Arbeit wieder in ruhigere Fahrwasser kommt. Es geht nun darum, im konstruktiven Miteinander zu versuchen, die Republik nach vorne zu bringen.