Erstellt am 20. April 2017, 13:21

von APA Red

SPÖ NÖ will "funktionierendes Vorwarnsystem". Die SPÖ NÖ hat den jüngsten Wintereinbruch verbunden mit teils erheblichen Verkehrsbehinderungen zum Anlass genommen, ein "funktionierendes Vorwarnsystem" zu fordern. LAbg. Gerhard Razborcan sprach diesbezüglich Verkehrslandesrat Karl Wilfing (ÖVP) an.

SP-LAbg. Gerhard Razborcan.  |  NOEN, SPÖ NÖ

Der Mittwoch und die Nacht auf Donnerstag seien aufgrund der Schneefälle nach der Winterreifenpflicht eine Herausforderung für alle Einsatzkräfte und Mitarbeiter des Winter- und Straßendienstes gewesen, betonte der Mandatar in einer Aussendung. Gleichzeitig stellte er die Frage in den Raum, "warum es für solcherart Ereignisse im Land NÖ keine geeigneten Vorwarnsysteme gibt".

"Diese Wettersituation war Tage im Voraus bekannt. Dass diese Wetterkapriole auf die winterreifenfreie Zeit trifft, war ebenso evident", sagte Razborcan. Er fordere Wilfing auf, "in solcherart von Fällen eine Struktur zu schaffen, die geeignet ist die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig zu warnen".

Außerdem sollten aus der Sicht des Verkehrssprechers der SPÖ NÖ - durch rechtzeitige Absprache mit Asfinag, ZAMG, Einsatzkräften und dem NÖ Winterdienst - Warnhinweise, Kontrollen und Sperren gewährleistet sein. Und zwar bevor es zu einem derartigen "Verkehrs-Super-Gau" wie am Mittwoch und in der Nacht auf Donnerstag komme. "In Zeiten, in denen man Wetterdaten fast auf den Tag genau frühzeitig vorhersagen kann, ist ein Chaos dieses Ausmaßes, in dem Menschen stundenlang in der Kälte ausharren müssen, unverständlich", betonte Razborcan.

Der NÖ Straßendienst stand und steht seit Mittwoch mit Schwerpunkt im Most- und Industrieviertel sowie im Wienerwaldgebiet im Großeinsatz, berichtete der Landespressedienst. Etwa 600 Mitarbeiter mit 200 Fahrzeugen seien aufgeboten worden.