Erstellt am 22. Januar 2018, 15:35

von Markus Strohmayer

FPÖ-Bus zeigt „herzliche“ Mikl-Leitner mit Flüchtlingen. Ein Bus der Freiheitlichen Jugend NÖ sorgt derzeit für Aufregung und Verwirrung. Abgebildet ist LH Mikl-Leiter, die darauf den Eindruck erweckt, mit Flüchtlingen zu sympathisieren. Nur bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass es sich um einen FPÖ-Bus handelt.

Fake-Bus der FPÖ sorgt für Aufregung  |  Freiheitliche Jugend NÖ

Der Schriftzug „Großes Herz für Zuwanderer“, im Hintergrund Fotos von Landeshauptfrau Mikl-Leiter, die sich mit Flüchtlingen unterhält. Seit zwei Wochen fährt ein Kleintransporter der Freiheitlichen Jugend NÖ mit diesem Motiv quer durchs Bundesland. Bilder davon wurden am Freitag dem Falter zugespielt.

Problematisch an dem Fahrzeug: Nur auf der Motorhaube ist „Freiheitliche Jugend Niederösterreich“ zu lesen. Daneben das Logo der Parteijugend – das niederösterreichische Wappen, allerdings in den Farben Blau, Rot und Weiß anstatt der offiziellen Farben Blau und Gold. Die wesentlich größeren Seitenflächen sowie die Heckansicht zeigen hingegen Mikl-Leiter im Gespräch mit Flüchtlingen.

Dirty Campaigning?

FJ-Landesobmann Alexander Murlasits und Mitglied des Kommunikationsteams von Spitzenkandidat Udo Landbauer bestätigt, dass die Jugendorganisation den PKW angemietet hat. Es handle sich um lediglich ein Fahrzeug und dieses sei nicht offizieller Teil des Wahlkampfes.

Unabhängig davon sieht Murlasits keinen Anlass von einer Schmutzkübelkampagne zu sprechen. „Wir wollen die Landeshauptfrau mit ihrer Rolle in der Flüchtlingskrise konfrontieren. 2015 sprach sie noch von einer Chance und heute will sie nicht mehr damit zu tun haben. Das finden wir unehrlich“, so Murlasits. 

Die Aktion sei aber nicht böse gemeint. Man wolle als Jugendorganisation die Probleme schlichtweg direkter ansprechen. Bei der ÖVP ist die Sicht der Dinge eine andere. Pressesprecher Günter Haslauer sagte zu dem Vorfall: „Das passt zur FPÖ NÖ, deren derbe, unreife und untergriffige Serie damit weitergeht. Offensichtlich kennt man dort die Landsleute nicht, denn die wollen einen anderen Stil.“