Erstellt am 18. Mai 2016, 06:24

von Victoria Schmidt und Anita Kiefer

Ärger über Mathematik. Prüfungen verliefen in Summe reibungslos. Einiges an Ärger bereiteten scheinbar die Mathematik-Beispiele.

 |  NOEN, APA
Mathematik war das Schreckgespenst der diesjährigen Zentralmatura. Zumindest, wenn es nach den ersten Aussagen einiger Direktoren geht.
 
Etwa jener von BG-Zehnergasse in Wiener Neustadt, Werner Schwarz. „Die Mathe-Matura war ein Witz. Ich bin stinksauer, weil hier mit unserer Jugend experimentiert wird.“ Es sei eine Frechheit, wie mit den Maturanten verfahren werde. Nichts von dem, was das Bifie in zahlreichen Übungsbüchern und Beispielsammlungen vorgegeben hatte, sei geprüft worden, so Schwarz.

Auch BORG-Wiener Neustadt-Direktor Herbert Jantscher spricht von hinterhältigen Fallen in der Mathe-Matura. „Die Fragen waren verdreht“, meint er.

Mathe und Deutsch waren „anspruchsvoll“

Der für AHS (allgemein bildende höhere Schulen) zuständige Landesschulinspektor Friedrich Lošek bezeichnet das Fach Mathematik jedenfalls als „anspruchsvoll“, auch im Vergleich zu 2015. Auch die Deutschmatura sei anspruchsvoller als im Vorjahr gewesen, so der Landesschulinspektor – der befürchtete Niveauverlust sei somit aber ausgeblieben.Organisatorisch verlief die Matura bei den AHS ebenfalls problemlos, bestätigt er.

In Niederösterreich sind rund 3.200 AHS-Schüler zur Matura angetreten.Auch im BHS (berufsbildende höhere Schulen)-Bereich waren es mehrere Tausend Schüler, die sich den Aufgaben der Zentralmatura stellten. Die BHS hatten heuer zum ersten Mal die Zen-tralmatura. Einer der drei Landesschulinspektoren für BHS, der für den HTL-Bereich zuständige Wilhelm König, lobt die Organisation und gute Vorbereitung der Zentralmatura.