Erstellt am 13. Oktober 2016, 14:01

Bahnstrecke Wien-St. Pölten wird teilweise gesperrt.

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Die Weststrecke gehört zu den wichtigsten Hauptverkehrsadern unseres Landes. Seit Jahren wird diese Bahnstrecke zwischen Wien und Linz viergleisig ausgebaut. Mit dem Lückenschlusses St. Pölten - Loosdorf (Güterzugumfahrung) werden 2017 die Kapazität und die Leistungsfähigkeit erhöht. Im Rahmen einer viertägigen Sperre im kommenden November werden Arbeiten beim Bahnknoten Wagram (Weicheneinbau) sowie Maßnahmen zur Systemerweiterung auf der ganzen Strecke für mehr Züge durchgeführt.

Dafür ist jedoch eine Teilsperre der Neubaustrecke zwischen Wien und St. Pölten von 12. bis 15. November notwendig. Die Sperre im Herbst 2016 wird auch gleich für Sicherheitsübungen in zwei Tunnel genützt, damit es nicht zu einem anderen Zeitpunkt erneut zu Beeinträchtigungen für unsere Fahrgäste kommt.

Umstellung für Fahrgäste

Um diese aufwendigen Arbeiten durchführen zu können, muss die Bahnstrecke zwischen Wien, Tullnerfeld und St. Pölten vom 12. November (Samstag) bis 15. November (Dienstag) teilweise gesperrt werden. Züge zwischen Wien und St. Pölten werden in diesem Zeitraum über Neulengbach umgeleitet bzw. wird auch ein Schienenersatzverkehr zwischen St. Pölten und Tullnerfeld eingerichtet.

Zwischen Tullnerfeld und Wien besteht Samstag und Sonntag ebenfalls ein Schienenersatzverkehr, wobei nicht Wien Hauptbahnhof, sondern Wien Meidling (U6) angefahren wird. Am Montag und am Dienstag verkehren die Züge stündlich in beide Richtungen mit dem Ziel Wien Hütteldorf (U4) bzw. Wien Westbahnhof (U3, U6). Die S40 fährt während dieser vier Tage zwischen St. Pölten und Tulln nur alle zwei Stunden statt stündlich, vereinzelt müssen auch hier S-Bahnen im Schienenersatzverkehr geführt werden (nur am Montag, 14.11. und am Dienstag, 15.11.). Einen Schienenersatzverkehr wird es ebenfalls in Teilsabschnitten der S50 geben.

Aufgrund geänderter Abfahrts- und Ankunftszeiten umgeleiteter Züge und Schienenersatzverkehrs-Busse ändern sich für die Fahrgäste die Wege im Regional- und Schnellzugverkehr.

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Änderungen während der Teilsperre

  • Regionalverkehr: Regionalzüge werden teilweise umgeleitet oder im Schienenersatzverkehr geführt.
  • Schnellzugverkehr: Schnellzüge werden über die Bahnstrecke Wien – Neulengbach – St. Pölten umgeleitet. Mit längeren Fahrzeiten von 10-15 Minuten muss gerechnet werden.
    • IC/RJ/EN – Ankunft Wien Hauptbahnhof: Züge bis St. Pölten Hbf. planmäßig, 10-15 Minuten spätere Ankunft in Wien Hbf.
    • IC/RJ/EN – Abfahrt Wien Hauptbahnhof: 10-15 Minuten frühere Abfahrt in Wien Hbf., ab St. Pölten Hbf. planmäßig,
  • Anbindung Flughafen Wien: IC fährt ausnahmsweise nur zwischen dem Wiener Hauptbahnhof und dem Flughafen Wien. Beim Railjet sind 25 Minuten mehr Zeit zum/vom Flughafen Wien einzuplanen (25 Minuten frühere Abfahrt bzw. spätere Ankunft am Flughafen).
  • Westbahn: Die Züge werden über die Bahnstrecke Wien, Neulengbach und St. Pölten umgeleitet. Richtung Wien fahren die Züge zwischen Salzburg und St. Pölten Hauptbahnhof planmäßig, in Wien Hütteldorf und Wien Westbahnhof ergibt sich eine 10-11 Minuten spätere Ankunft. Richtung Salzburg fahren die Züge um 3 Minuten später in Wien Westbahnhof und Wien Hütteldorf ab, zwischen St. Pölten und Salzburg ergibt sich eine 16-19 Minuten spätere Ankunft/Abfahrt. Ein zusätzlicher Halt ist in Neulengbach-Stadt für Sie eingerichtet.

Wichtige Informationen

  • ÖBB-Tickets werden im Zeitraum der Sperre auf folgenden Wiener Linien zu/von den ÖBB-Zügen anerkannt: Hütteldorf – Meidling (U4, U6); Wien Westbahnhof – Meidling (U6); Wien Westbahnhof – Wien Hauptbahnhof (Straßenbahnlinie 18).
  • Tickets der Westbahn Management GmbH werden während der Teilsperre in den ÖBB-Zügen und Schienenersatzverkehrs-Bussen zwischen Tullnerfeld und Wien Westbahnhof sowie zwischen Tullnerfeld und St. Pölten Hbf. anerkannt.
  • Mit Fahrrädern ist die Benutzung der Schienenersatzverkehrs-Busse nicht möglich.

Voraussetzung für Kapazitätserhöhung der Weststrecke

Der Lückenschluss St. Pölten – Loosdorf, auch als Güterzugumfahrung St. Pölten (GZU) bekannt, ist eine 24,7 km lange, zweigleisige Hochleistungsstrecke, die im Rahmen des viergleisigen Ausbaus der Weststrecke errichtet wird. Die Güterzugumfahrung schafft die Voraussetzung für die dringend benötigte Kapazitätserhöhung der Weststrecke und fördert die Verlagerung von der Straße auf die Schiene. Sie entlastet den Hauptbahnhof St. Pölten und somit das Zentrum der Landeshauptstadt vom Güterverkehr. Somit werden Kapazitäten geschaffen, die dem Personenverkehr zu Gute kommen. Die neue Trasse wird Ende 2017 in Betrieb genommen. Als Teil der Weststrecke gehört sie zum Transeuropäischen Netz und wird infolgedessen von der EU kofinanziert.