Erstellt am 08. Dezember 2015, 04:33

von Daniel Lohninger und Alex Erber

170 Jobs für Region St. Pölten. IKEA-Kompakt im Traisenpark, Forstinger übersiedelt nach Traismauer und auch SVA verlässt Wien.

IKEA kommt in den Traisenpark  |  NOEN
Mehr als 170 Arbeitsplätze in einer Woche. Das bringen alleine drei Entscheidungen, die in der Vorwoche die steigende Standort-Qualität von St. Pölten und Umgebung dokumentieren.

Der Möbel-Riese IKEA macht St. Pölten zum Standort für seinen ersten Kompakt-Store. Im Traisenpark – dem zweitgrößten NÖ-Einkaufszentrum – wird Ende März auf 1.800 m2 der zweite Markt in NÖ entstehen. „Damit werden wir deutlich näher als bisher an unsere Kunden heranrücken“, erklärt Rodolphe de Campos, Property-Manager von IKEA Austria. Bereits Ende März wird IKEA-Kompakt mit Abhol- und Servicestation in Betrieb gehen. 20 Mitarbeiter werden hier beschäftigt sein.

Forstinger verlegt Sitz nach Traismauer

Mindestens 50 neue Mitarbeiter bringt die Übersiedelung der Zentrale des Automobilfachmarktes Forstinger, der seinen Sitz von Wien-Liesing nach Traismauer verlegt – auf Sicht könnten es bis zu 80 werden. Aufgrund von Sparmaßnahmen hat man nach einem kleineren Standort gesucht und diesen in der Römerstadt gefunden.

Rund 1,5 Millionen Euro werden in Adaptierungsmaßnahmen eines insgesamt 15.000 m2 großen Areals investiert. Eröffnung: Mai/Juni 2016. Forstinger kämpfte in der Vergangenheit und kämpft gegenwärtig mit roten Zahlen. Warum man dennoch nicht der „Zielpunkt unter den Automobilfachmärkten“ sei, präzisierte Marketingleiter Bernhard Koler: „Zielpunkt hat sich in einem hart umkämpften, teilweise gesättigten Markt bewegt. Wir hingegen haben eine treue Stammkundschaft, die jedes Jahr größer wird. Auch bei uns verändert sich der Markt, teilweise sogar extrem. Aber es ist ein Markt, in dem wir reagieren können.“ Für 2016 erwarte man ein positiveres Ergebnis.

Die Weichen für die Übersiedelung von Wien nach St. Pölten sind auch bei einer der letzten noch in Wien ansässigen Landes-Institution gestellt: Die Landesstelle der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) wird ihren Sitz von der Hartmanngasse in Wien-Margareten in die NÖ-Landeshauptstadt verlegen, bis zu 100 Mitarbeiter könnten folgen. Bislang ist die SVA in Niederösterreich nur mit Servicestellen in St. Pölten und Baden vertreten.

SVA-Standortsuche ist bereits angelaufen

Voraussetzung für die Übersiedelung ist das Sozialrechts-Änderungsgesetz 2015, das am Donnerstag den parlamentarischen Sozialausschuss passierte. „Die weitere Umsetzung wird derzeit geplant, der bestmögliche Standort gesucht“, heißt es aus dem Büro von SVA-Obmann Christoph Leitl.

Dem Vernehmen nach sind ein Areal in Bahnhofsnähe sowie eines in WIFI-Nähe als Standorte im Gespräch. Die Übersiedelung soll laut Erläuterung zum Gesetzestext bis Ende 2016 erfolgen, die konkrete Umsetzung ist noch offen. „Es gibt dazu laufend Gespräche“, lässt Leitl ausrichten.