Erstellt am 02. Februar 2016, 06:43

von Marlene Penz

Auf Stärkevielfalt aus „Erpfi“ bauen. Trotz schwieriger Rohstofflage investiert Agrana in ihr Kartoffelstärke-Werk in Gmünd.

Die hier hergestellte Babynahrung wird auch an die Philippinen geliefert. Für den chinesischen Markt wird sie in Dosen verpackt.  |  NOEN, AGRANA

Das Werk der Agrana im nördlichen Waldviertel ist die einzige Kartoffelstärkefabrik Österreichs. Die Rohstoffe kommen von rund 1.350 Kartoffelbauern aus der Region, ein Viertel davon aus Tschechien – die Stadt Gmünd liegt an der Grenze. Auf Grund des nachlassenden Stärkekartoffelanbaus in Österreich muss man hier auf Rohstoffe aus dem Nachbarland zurückgreifen.

In Gmünd werden jährlich rund 250.000 Tonnen Kartoffeln zu 300 verschiedenen Stärkeprodukten verarbeitet.

„Stärke ist wegen ihrer Vielfalt ein wahres Multitalent. Sie wird nicht nur in der Lebensmittelindustrie – vom Verdicken bis zum Süßen – eingesetzt, sondern auch in der Papier-, Pharma-, Textil- und Kosmetikindustrie sowie in der Bauchemie“, erklärt Agrana-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart.

Ein wichtiges Standbein des Gmünder Werks ist, neben der Herstellung von Püree und Teigmischungen, das Spezialsegment Säuglingsmilchnahrung.

Im laufenden Geschäftsjahr investierte Agrana am Standort Gmünd über neun Millionen Euro in modernere Anlagen.