Erstellt am 05. Januar 2016, 05:03

von Martin Gebhart

Flughafen holt NÖ Planer. Friedrich Zibuschka soll beim Projekt einer eigenen Flughafenstadt entscheidende Akzente setzen.

 |  NOEN, Andreas Hofer www.andreas-hofer

Auf dem Weg zu einer eigenen Stadt, zur Airport City, hat der Flughafen Wien-Schwechat jenen Mann in sein Projektteam geholt, der in den vergangenen Jahren für die erfolgreiche Raum- und Verkehrsplanung in Niederösterreich verantwortlich gezeichnet hat: Friedrich Zibuschka. Als Leiter der Gruppe Raumordnung, Umwelt und Verkehr im Amt der NÖ Landesregierung war er Ende November in Pension gegangen. Mit Beginn des neuen Jahres arbeitet er nun beim Projekt „Airport City“ mit.

Flughafen-Vorstand Günther Ofner ist hoch erfreut, dass man Friedrich Zibuschka gewinnen konnte: „Er ist einer der erfahrensten Personen, was Projektentwicklungen anbelangt.“ Dies sei ein Zeichen, dass „wir bei der Airport City weiter expandieren wollen“. Zibuschka wird vor allem für die Fragen des Verkehrs und der Raumplanung sowie für die Einbindung der Anrainergemeinden verantwortlich sein. Noch als Raumplaner hatte er für die Airport City folgende Entwicklung als wichtig beschrieben: „Entscheidend bei Betriebsansiedelungen ist, dass es sich um ein multimodal – Straße, Schiene, Flugverkehr – erreichbares Betriebsgelände handelt.“

„Er ist einer der erfahrensten Personen,
was Projektentwicklungen anbelangt.“
Flughafen-Vorstandsdirektor Günther Ofner über Friedrich Zibuschka

Dass das Projekt einer „Airport City“ zugkräftig ist, haben zuletzt mehrere Ansiedelungen gezeigt. So hat etwa der Logistikdienstleister Kühne & Nagel seine Zentrale dorthin verlegt. Im Frühjahr soll der Spatenstich für das Moxy-Hotel in der Nähe des Konferenzzentrums erfolgen. Das Fitnesscenter „Fit Fabrik“ hat bereits eröffnet. Es gibt intensive Verhandlungen um ein großes Facharztzentrum. Direktor Günther Ofner: „Es sind etliche Dinge in der Pipeline.“

Grundsätzlich versteht man unter der geplanten Airport City die Ansiedlung von nicht Flughafen-spezifischen Firmen in Business- und Gewerbeparks rund um den Flughafen. Dadurch soll von Einkaufszentren bis hin zum eigenständigen Bürostandort alles geboten werden. Es soll letztlich wie in einer Stadt alles vorhanden sein, was man zum Leben braucht. Immerhin arbeiten rund 20.000 Mitarbeiter am Standort „Flughafen“.

Die Dynamik, die dieses Projekt entwickelt hat, stimmt Vorstandsdirektor Ofner zufrieden. Fast täglich gibt es Nachfragen von Unternehmen, die sich rund um den Flughafen ansiedeln wollen. Ofner: „Wir werden täglich mehr. Ich blicke optimistisch ins neue Jahr.“