Erstellt am 13. Oktober 2016, 09:20

Brennstoffe: Weiterhin deutliche Preisunterschiede. Die gute Nachricht für all jene, die angesichts des Wetters die Heizsaison begonnen haben: Die Brennstoffpreise für Holzprodukte haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum geändert. Aber wie schon im letzten Winter sollte man vor dem Einkauf unbedingt die Angebote prüfen.

Symbolbild

"Der Vergleich lohnt sich, zumal unter den Anbietern die Preise sowohl für die festen Brennstoffe als auch für die Lieferung deutlich variieren", betont die Arbeiterkammer NÖ in einer Aussendung. Die Ergebnisse der aktuellen AK-Preiserhebung im Überblick:

  • Stückholz Buche (33 cm gehackt) kostet zwischen 79,90 Euro und 98,00 Euro der Raummeter. Damit zeigt sich eine maximale Preisdifferenz von rund 23 Prozent.
  • Pellets offen ab fünf Tonnen inkl. Transport, jedoch ohne Abfüllpauschale, kosten pro 1.000 kg zwischen 215 Euro und 225 Euro. Damit ergibt sich ein Preisunterschied von rund 5 Prozent.
  • Pellets in 15 kg Säcken inkl. Transport (Abnahme 5000 kg) kosten zwischen 3,45 Euro und 4,90 Euro. Der maximale Preisunterschied beträgt also rund 42 Prozent.
  • 1.000 kg Holzbriketts zu 10 kg-Gebinde (5x30 cm gelocht) kosten zwischen 201 Euro und 315 Euro je Tonne. Damit ergibt sich ein Preisunterschied von rund 57 Prozent.  


Qualität entscheidend

Seit September 2014 definiert die weltweite Norm ISO 17225-2, welche Qualität Pellets haben müssen. Pellets-Zentralheizungskesseln für Einfamilienhäuser haben ihre Produkte für die Qualitätsklasse A1 ausgelegt. Neben Durchmesser der Pellets mit 6mm wird dort der Wassergehalt mit max. 10 Prozent und ein Heizwert von 4,6 – 5,3 kWh definiert. Wer normierte Qualität bestellt, muss nur noch sicherstellen, dass keine Brösel im Tank ankommen und sichert dies mit „Zustellung nach EN Plus“ ab.

Raummeter oder Schüttraummeter – der Unterschied macht beim Stückholz immerhin ein Drittel aus! „Um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein, sollte die gewünschte Menge und Qualität bei der Bestellung schriftlich festgehalten werden“, empfiehlt AK Niederösterreich-Konsumentenschützer Ing. Horst Krumholz. Generell ist vorab zu klären, was im offerierten Preis tatsächlich enthalten ist. „Manche Anbieter liefern sogar kostenlos, vor allem dann, wenn die Anbieterfirma im gleichen Bezirk liegt wie die Lieferadresse“, so Krumholz.

Speziell beim Stückholz ist darauf zu achten, dass die enthaltene Restfeuchtigkeit so gering wie möglich ist. Oft wird Holz als „halbtrocken“ angeboten, vor allem für Kachelöfen ein völlig ungeeignetes Material. Geeignetes Holz hat einen Restfeuchtegehalt von zwanzig Prozent, was üblicherweise nach zwei Jahren Lagerung erreicht wird. „Waldfrisches Holz verringert den Heizwert um die Hälfte. Gibt es Probleme zu Qualität und Liefermenge, muss sofort reklamiert werden“, warnt Krumholz.