Erstellt am 21. April 2017, 10:49

von APA Red

Dienstfreistellungen sind keine Minusstunden. Wieser: "Arbeitnehmerin erhielt dank Rechtsschutz 1.160 Euro"

Markus Wieser, AK NÖ-Präsident, aus Gainfarn  |  NOEN, vyhnalek.com

Vom Arbeitgeber angeordnete Dienstfreistellungen sind keine Minusstunden, die den Beschäftigten willkürlich finanziell in Abzug gebracht werden können. Dies wurde der Arbeiterkammer NÖ laut einer Aussendung vom Freitag einmal mehr gerichtlich bestätigt. Betroffen war demnach eine junge Floristin, die von ihrer Chefin immer wieder bei zu wenig Arbeit nach Hause geschickt wurde.

Nachdem die Frau gekündigt worden war, wollte man ihr laut AKNÖ die fehlenden Stunden auch noch vom Lohn abziehen. Der Floristin seien "1.160 Euro zu Unrecht vorenthalten" worden, teilte Präsident Markus Wieser mit. "Durch den kostenlosen Rechtsschutz konnten wir die Ansprüche für die Frau rasch sichern und sie bekam ihr Geld."

Im Gesetz sei "klar geregelt, dass vom Arbeitgeber angeordnete Dienstfreistellungen bezahlt werden müssen und nicht als Minusstunden oder verbrauchte Urlaubstage abgezogen werden dürfen", erläuterte Arbeitsrecht-Berater Christian Fuchs. Nachdem die ehemalige Arbeitgeberin einen entsprechenden Hinweis ignoriert hatte, gewährte die AKNÖ der gekündigten Floristin den kostenlosen Rechtsschutz.