Erstellt am 18. April 2016, 12:13

von Heinz Bidner

AKNÖ-Umfrage: Ständige Erreichbarkeit macht krank!. Die Arbeiterkammer NÖ beklagt, dass immer mehr Menschen auch nach Dienstschluss erreichbar sind. Die Konsequenz daraus wären Depressionen.

 |  NOEN, Symbolbild
Sieben von zehn Niederösterreichern sind - dank moderner Kommunikationsmittel wie Smartphones - auch in ihrer Freizeit für Kollegen oder Vorgesetzten permanent erreichbar. Sechs von zehn fühlen sich sogar im Krankenstand verpflichtet, laufend verfügbar zu sein. Das ergibt eine aktuelle repräsentative Umfrage der Arbeiterkammer (AK) NÖ in Kooperation mit der TU Wien.
 
„Selbst am Wochenende und im Urlaub ist fast jeder zweite stets erreichbar“, weiß Markus Wieser, Präsident der AKNÖ und NÖ-Chef des Gewerkschaftsbundes. Das mache krank.

Erreichbarkeit in Freizeit finanziell abgelten?

Laut dem deutschen DAK-Gesundheitsreport würde sich der Anteil von Beschäftigten mit Depressionserscheinungen in solchen Fällen auf 24 Prozent mehr als verdoppeln. Wieser fordert, dass Erreichbarkeit in der Freizeit zumindest klar geregelt und finanziell abgegolten werden müsse.