Erstellt am 13. April 2016, 18:04

von Anita Kiefer

Am Weg zu Industrie 4.0. Wirtschaftsressort des Landes NÖ, NÖ Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung NÖ arbeiten gemeinsam an einem Masterplan für Niederösterreichs Wirtschaft, um sie für die zunehmende Digitalisierung zu wappnen.

VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav  |  NOEN, J. BurchhartFoto: NLK/Burchhart
„Wir sind im digitalen Zeitalter angekommen.“ Und daraus ergeben sich neue digitale Geschäftsmodelle – davon ist Niederösterreichs Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) überzeugt. Daher erarbeitet das Land NÖ gemeinsam mit Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung einen Masterplan, um Niederösterreichs Unternehmen auf dem Weg zur Digitalisierung – besser bekannt unter dem Schlagwort Industrie 4.0 - zu unterstützen. Dieser Masterplan soll im September präsentiert werden.

Bereits im Sommer wird eine kürzlich in Auftrag gegebene Studie präsentiert, die die Bedürfnisse der Industrie und der Klein- und Mittelbetriebe in NÖ erfassen soll. Im Wesentlichen will man die NÖ Unternehmen in drei Bereichen unterstützen: Zum einen geht es um Bewusstseinsbildung für die Materie Industrie 4.0, zum anderen geht es um gezielte Information und außerdem um Unterstützung bei der Finanzierung. Daher wird, was Förderungen betrifft, der Schwerpunkt in Niederösterreich in diesem Jahr auf Digitalisierung liegen.

Auswirkungen auch auf Bildung

In diesem Zusammenhang forderte Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, unter anderem den verpflichtenden Chemie- und Physikunterricht an Neuen Mittelschulen bereits ab der ersten Klasse. Denn die Digitalisierung werde auch auf die Lehre im Besonderen und den Bildungsbereich im Allgemeinen Auswirkungen haben, betonte Zwazl.

Der Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, Thomas Salzer, sieht in der Industrie 4.0 eine Chance, die ausgelagerte Produktion wieder nach Niederösterreich zu holen.