Hainburg a.d. Donau

Erstellt am 07. April 2017, 10:22

von Redaktion noen.at

Offenen Urlaub nicht ausbezahlt: 3.600 Euro zu wenig. Monatelang konnte eine Buchhalterin (32) aus dem Raum Hainburg nicht in den Urlaub gehen und häufte ein beträchtliches Konto an Urlaubstagen an. Als sie sich dann einvernehmlich von ihrem Arbeitgeber trennte, wurde vereinbart, den restlichen Urlaub aufzubrauchen.

Markus Wieser, AK NÖ-Präsident  |  NOEN, vyhnalek.com

Dann jedoch wurde die Frau länger krank, wodurch sie Anspruch auf Auszahlung des Urlaubs in Höhe von 3.600 Euro hatte. Dies jedoch wurde ihr vom Chef verweigert. Erst vor Gericht gelang es, die Summe zu erkämpfen. „Durch den kostenlosen Rechtsschutz der Arbeiterkammer gelang es, die berechtigten Ansprüche für die Betroffene einzufordern“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Sieben Jahre hatte die Frau für den Lebensmittelhersteller gearbeitet, ehe es zur einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses kam. Kurz darauf musste sie sich einer medizinischen Behandlung unterziehen, der ein längerer Krankenstand folgte.

Als sie von der Firma die Endabrechnung erhielt, fiel ihr auf, dass die offenen Urlaubsansprüche nicht ausbezahlt wurden. Sie wandte sich an die Arbeiterkammer Niederösterreich. „Der Krankenstand unterbricht den Urlaub“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Trotz dieser klaren arbeitsrechtlichen Regelung zierte sich der Arbeitgeber weiter, die offenen Ansprüche auszuzahlen.

Die AK Niederösterreich gewährte der Buchhalterin daher den kostenlosen Rechtsschutz und bekam vor Gericht Recht. Neben 3.600 Euro Urlaubsersatzleistung erhielt die Klägerin auch noch die gesetzlichen Zinsen für die verspätete Auszahlung.