Erstellt am 11. September 2015, 11:09

Auch am Wochenende kein Zugverkehr nach Ungarn. Der Zugverkehr nach Ungarn wird auch am Wochenende aufgrund von Überlastung ausgesetzt bleiben. Für Freitag sind zu den regulären Zügen sechs Garnituren vom Osten Österreichs nach Deutschland geplant.

 |  NOEN, APA (Neubauer)

Die Deutsche Bahn hat sich bereit erklärt, diese zu übernehmen. Die Shuttlezüge von Nickelsdorf zum Wiener Westbahnhof wurden am Freitag nicht mehr geführt, sagte Bahn-Sprecher Michael Braun.

Durch diese am Donnerstag gesetzte Maßnahme habe sich die Situation auf den großen Wiener Bahnhöfen stabilisiert. Das sei wichtig, um den Bahnbetrieb aufrecht zu erhalten. Tickets nach Ungarn werden auch weiterhin nicht verkauft. Aufgrund des die Kapazitäten übersteigenden Zulaufs ersuchen die ÖBB freiwillige Helfer und Busunternehmen, keine weiteren Reisenden an die Bahnhöfe zu bringen, eine geordnete Abwicklung der aktuellen Situation kann sonst nicht mehr gewährleistet werden.

Die angeführten zusätzlichen Züge werden benötigt, um den Rückstau der Reisenden von den vergangenen Tagen zu bewältigen. Außerdem wird weiterhin mit einem ungebrochen großen Zustrom gerechnet.

Kapazitätsgrenzen sind derzeit erreicht

Bereits ein einziger überfüllter Bahnhof kann zum Erliegen des gesamten Bahnverkehrs führen, informierten die ÖBB. Die Bahn arbeite bereits den zwölften Tag mit Hochdruck daran, einen stabilen Zugverkehr aufrecht zu erhalten. Weiterhin sind alle Zugkapazitäten und die Mitarbeiterressourcen im Einsatz, die Kapazitätsgrenzen sind derzeit erreicht, so die ÖBB.

Fahrgäste können die üblichen fahrplanmäßigen Züge wie in den letzten Tagen benützen. Für Pendler und Schüler wird im Abschnitt Bruck/Leitha - Zurndorf ein Schienenersatzverkehr mit Bussen organisiert. Der Verkehr Richtung Wien aus und nach Neusiedl/See bzw. Kittsee ist davon nicht betroffen und wird planmäßig geführt.

Die ÖBB haben zusätzlich eine Informationskampagne gestartet, um auf die außergewöhnliche Situation hinzuweisen und bitten Fahrgäste um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen. Folder werden entlang der Weststrecke und an betroffenen Streckenabschnitten an die Fahrgäste verteilt, auch online unter sind die Informationen abrufbar.