Erstellt am 25. September 2015, 11:10

Auf Gleisen zwischen Pöchlarn und Ybbs fliegen die Funken. Der rund 70 Meter lange Schienenschleifzug ist von 30. September bis 3. Oktober zwischen Pöchlarn und Ybbs an der Donau unterwegs und verleiht mit seinen 2.500 PS den Schienen wieder ein neues Profil.

Schienenschleifzug  |  NOEN, ÖBB
Der Einsatz des Schienenschleifzuges ist minutiös geplant. Die Arbeiten finden aufgrund des dichten Bahnverkehres und um den Zugverkehr so wenig wie möglich zu beeinflussen in der Nacht statt.

Die ÖBB sind bemüht, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass Lärmentwicklungen nicht gänzlich vermieden werden können. Für die Sicherheit gegen Böschungsbrände ist der Schienenschleifzug mit einer Löscheinrichtung ausgerüstet.

Ideales Profil für Schienen und Weichen

Nach dem Glätten der Schienen ist dafür der Lärmpegel entlang der Bahnstrecken deutlich geringer und in den Waggons wird das Reisen dadurch noch ruhiger und angenehmer. Für die ÖBB bringt das Schienenschleifen auch wirtschaftliche Vorteile, denn die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Schienen wird um ein Vielfaches verlängert.

x  |  NOEN, ÖBB
Auf der Schienenoberfläche bilden sich durch das Befahren von Zügen kleine Schlupfwellen oder Verdrückungen des Schienenkopfes. Diese feinen Unebenheiten sind eine Lärmquelle, die zudem Fahrzeuge und Schienenoberbau durch Vibration belasten. Durch die 24 Schleifmotoren, welche sich an Bord des Zuges befinden, erhalten Schienen und Weichen wieder ihr ideales Profil. Es werden rund 0,3 - 1 mm abgeschliffen. In einer Nacht schafft der „Speno“ etwas mehr als drei Kilometer. Die Streckenabschnitte werden bereits im Vorfeld mit einem speziellen Messzug ausgewählt. Dieses High-Tech Gerät zeigt den Fachexperten genau, wo der Schleifzug zum Einsatz kommen soll.