Erstellt am 05. Juli 2016, 14:09

von Martin Gebhart

Hypo NÖ: Fusion und nur noch drei Vorstände. fusioniert mit Landesbank. Viehauser neuer Privatkundenvorstand. Hypo Gruppe

Wolfgang Viehauser: Neuer Privatkundenvorstand der Hypo Niederösterreich. Hypo NÖ  |  Hypo NÖ

Der Aufsichtsrat der Hypo NÖ hat nun entscheidende Weichen gestellt: Wie geplant, wird die Fusion der Hypo NÖ Gruppe Bank AG mit der Hypo NÖ Landesbank AG bis Herbst durchgezogen. Gleichzeitig werden die Vorstandsposten von derzeit vier auf künftig drei reduziert. Wobei jener für den Privatkundenbereich bereits mit Wolfgang Viehauser besetzt wurde.

Eigentlich war erwartet worden, dass bereits im Frühjahr über alle drei Vorstandsposten entschieden wird. Jetzt wurde in der Vorwoche aber nur jener für den Privatkundenbereich bestellt. Die restlichen beiden – Konzernvorstand und Finanz- bzw. Risikovorstand – dürften erst im Herbst feststehen. Wobei bereits klar ist, dass sich aus der jetzigen Vorstandsriege Finanzvorstand Nikolai de Arnoldi nicht mehr bewerben wird. Er scheidet Ende des Jahres auf eigenen Wunsch aus.

Aufsichtsratsvorsitzender Günther Ofner dankte ihm: „Nikolai de Arnoldi hat durch seine umsichtige Arbeit sehr großen Anteil an der positiven Unternehmensentwicklung der Hypo Gruppe Bank.“ Hypo-Generaldirektor Peter Harold bedauerte die Entscheidung seines Vorstandskollegen. De Arnoldi habe die Latte für seinen Nachfolger sehr hoch gelegt. Harold selbst, dessen Amtsperiode Ende 2016 ausläuft, wird sich wohl erneut um den Posten des Konzernvorstands bewerben. Beide Vorstandsposten werden öffentlich ausgeschrieben. Neben Peter Harold und Nikolai de Arnoldi sind derzeit noch Günther Ritzberger und Christian Führer Vorstände, und zwar im Bereich der Hypo Landesbank.

Der neue Vorstand Wolfgang Viehauser war seit 2010 Leiter der Abteilung Public Finance sowie zuletzt Bereichsleiter Markt und stellvertretender Vorstand der Hypo NÖ Gruppe. Der 49-jährige Niederösterreicher hatte seine Banklaufbahn in der Kon-trollbank begonnen.

Die Zielsetzung der Fusionierung der Hypo NÖ mit ihrer 100-prozentigen Tochter, der Hypo Landesbank, wurde in einer Aussendung übrigens so beschrieben: Reintegration des Retail- und Wohnbaugeschäfts in die Kernbank des Landes NÖ und damit einhergehende Effizienzsteigerungen der Bankengruppe durch geringere Komplexität der Organisation und Heben von operativen Synergieeffekten.