Erstellt am 15. Juli 2016, 09:45

ÖGB unterstützt Verbot für Abhebungsgebühren. Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) spricht sich am Freitag ebenfalls für ein Verbot von Bankomatgebühren aus.

 |  NOEN, Wodicka

"Sollen sich die ArbeitnehmerInnen den Lohn wieder im Sackerl auszahlen lassen?", so die rhetorische Frage des Leitenden ÖGB-Sekretärs Bernhard Achitz in einer Aussendung.

"Ohne Bankkonto bekommt man heutzutage keinen Job mehr. Millionen ArbeitnehmerInnen sind also auf die Banken angewiesen. Sollten die wirklich auf die Idee kommen, diese Zwangslage auszunutzen und für Abhebungen an den Bankomaten zu kassieren, dann ist ein gesetzlicher Eingriff der richtige Weg", so Achitz.

Achitz kritisiert, dass die Banken jahrelang alles unternommen hätten, um die Kundinnen und Kunden von den Bankschaltern zu vertreiben und entsprechend Beschäftigte abzubauen. "Und nun, wo ihnen das weitgehend gelungen ist, wollen sie Extragebühren erfinden, obwohl die Menschen ohnehin für die Kontoführung bezahlen", kritisiert Achitz.

Erst gestern haben SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder und der Pensionistenverband Österreich (PVÖ) ein gesetzliches Verbot von Gebühren für die Bargeldabhebungen an Bankomaten gefordert. Auch Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) tritt dafür ein. Dagegen sprach sich bisher unter anderem Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) aus.