Erstellt am 10. November 2015, 05:52

von Heinz Bidner

Über 500 verlieren Jobs. Der Löwenanteil entfällt auf NÖ, wo allein in der ehemaligen Zentrale Klosterneuburg 300 Personen betroffen sind.

Das bauMax-Logo wird in den meisten Filialen durch den Obi-Schriftzug ersetzt werden. Bis Ende Oktober läuft noch der Abverkauf. Foto: APA  |  NOEN, HERBERT PFARRHOFER (APA)

Langsam werden die Auswirkungen des bauMax-Verkaufs auf den Jobmarkt sichtbar. Ursprünglich hatte die Heimwerkerkette der Familie Essl bundesweit rund 3.700 Mitarbeiter beschäftigt. Der Großteil wurde mittlerweile von einstigen Konkurrenten, die Filialen übernommen haben, aufgefangen.

„Derzeit sind noch rund 700 Personen ohne Job“, erklärt Karl Fakler, Chef des Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ, gegenüber der NÖN. Es gebe aber noch einzelne Übernahmegespräche mit anderen Unternehmen.

„Ich gehe davon aus, dass etwas mehr als 500 Personen übrig bleiben werden“, schätzt der Experte. 300 Leute hätten bereits ihr Interesse an einer Arbeitsstiftung signalisiert, die gerade eingerichtet wird.

Ehemalige Zentrale: 300 Personen betroffen

Den Löwenanteil der betroffenen Mitarbeiter trägt laut AMS die ehemalige Zentrale in Klosterneuburg mit 300 Personen. In NÖ kommen dazu über 100 Mitarbeiter aus den nicht übernommenen Standorten St. Pölten-Süd und Baden.

Die Liegenschaft in Baden wurde ja an die Wiener Semper Constantia Privatbank verkauft. Sie soll weiterverkauft und in ein Fachmarktzentrum umgewandelt werden. Der Standort im Süden der Landeshauptstadt wurde vom steirischen Fachmarktbetreiber Supernova gekauft. Nachdem die Pläne für ein Flüchtlingsquartier scheiterten, will Supernova den Standort nun weiterverkaufen.

Die übrigen 17 bauMax-Filialen in NÖ wurden übernommen. 15 davon allein von der deutschen Heimwerkerkette Obi. Und die gibt mit dem Umbau Gas. Erst Ende Oktober schlossen die bauMax-Filialen für immer ihre Pforten. Ab 7. Dezember will Obi die übernommenen Standorte in Österreich bereits neu eröffnen.

Obi eröffnet alle neuen NÖ-Filialen

In NÖ sollen an diesem Tag gleich 14 Filialen im orangenen Kleid erstrahlen: Amstetten, Gänserndorf, Gmünd, Horn, Klosterneuburg, Krems, Neulengbach, Neunkirchen, Pöchlarn, Schwechat, Stockerau, Tulln, Wiener Neustadt, Zwettl.

Der Standort St. Valentin, der nahe der Landesgrenze zu OÖ liegt, wird erst am 14. Dezember neu eröffnen. Ebenso wie die übernommenen Standorte im benachbarten Bundesland.

Die von Hagebau-Gesellschaftern gekauften bauMax-Standorte in St. Pölten-Nord und Mistelbach sollen erst im nächsten Jahr neu aufsperren.