Erstellt am 12. Juli 2016, 03:29

von Anita Kiefer und Daniel Lohninger

NÖ Gebietskrankenkasse: Mehr Leistungen 2016. Für NÖ Gebietskrankenkasse gab es 2015 unterm Strich eine schwarze Null. Das Leistungsspektrum soll erweitert werden.

Generaldirektor Mag. Jan Pazourek, Obmann Gerhard Hutter, AL Werner Janker  |  NÖGKK

„Ein sehr erfolgreiches Ergebnis.“ So bezeichnete der Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) die Bilanz 2015. Man habe im Vorjahr einen Jahresüberschuss von 14,6 Millionen Euro gemacht – bei einem Gesamtbudget von 2,2 Milliarden Euro. Nach Abzug der Leistungssicherungsrücklage und der Zuweisung an den kasseneigenen Unterstützungsfonds ergebe sich im Ergebnis eine schwarze Null, so Hutter weiter. Im Voranschlag habe man noch mit einem Minus von 48 Millionen Euro budgetiert.

Für das laufende Jahr rechnet die NÖGKK mit einem Überschuss von 18,3 Millionen Euro. 2016 will die NÖGKK ihr Leistungsspektrum bei drei Schwerpunktthemen erweitern: Vertragsärzte, Kinder und Jugendliche sowie Prävention bzw. Gesundheitsförderung. Etwa habe man im ersten Halbjahr 2016 bereits acht zusätzliche Planstellen für Kassenärzte ins Leben gerufen, betonte NÖGKK-Generaldirektor Jan Pazourek.

Zusätzliche Kapazitäten für Krebs-Patienten

Auf Nachfrage hinsichtlich der Diskussion um lange Wartezeiten bei CT- und MRT-Behandlungen räumte Pazourek ein, dass der Osten Österreichs, also Wien, NÖ und das Burgenland, eine „Problemzone“ sei. In NÖ gebe es lange Wartezeiten vor allem in St. Pölten, Krems, Mödling und Baden.

Gefunden wurde zumindest eine vorübergehende Lösung inzwischen von den Instituten für bildgebende Diagnostik in NÖ und Wien: Für dringende Fälle (also vor allem bei Krebsverdacht) sollen zusätzliche Kapazitäten – pro Jahr rund 2.000 Untersuchungen – bereitgestellt werden, so der Vorschlag der Institute.