Erstellt am 19. Juli 2016, 06:54

von Teresa Sturm

Passagierrechte im Bahnverkehr. Die Schienen-Control GmbH zog Bilanz zu Beschwerden über Verkehrsunternehmen.

 |  APA (dpa/Symbolbild)

Der Zug ist verspätet. Der Zug fällt aus. Unmut über die Bahn kennt jeder, der schon öfter damit gefahren ist.

Bei Beschwerden verhilft eine unabhängige Schlichtungsstelle, die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf), Fahrgästen provisionsfrei zu ihrem Recht. Die apf ist bei der Schienen-Control GmbH angesiedelt. Diese kontrolliert als Regulierungsbehörde den Wettbewerb und den freien Zugang zur Schiene zu angemessenen Preisen. Dadurch soll ein fairer Wettbewerb ermöglicht werden.

Vonseiten der Schienen-Control GmbH wird ein Beispielfall, der in Zusammenhang mit dem City Airport Train (CAT) passiert ist, erklärt: „Aufgrund eines technischen Defekts kam der Zug mit mehr als einer Stunde Verspätung am Flughafen Wien-Schwechat an und die Beschwerdeführerin verpasste ihren Flug.“ Eine Umbuchung sei nicht möglich gewesen. Als der CAT eine Erstattung der angefallenen Kosten ablehnte, wandte sie sich an die apf. Durch die apf konnte positiv vermittelt und eine Erstattung in Höhe von 427 Euro erwirkt werden.

Im vergangenen Jahr gab es bundesweit 3.365 Beschwerden bei der apf. Fünf Fahrgäste haben sich über ein niederösterreichisches Bahnunternehmen beziehungsweise einen niederösterreichischen Verkehrsverbund beschwert.

Insgesamt 19 Prozent der Beschwerdeführenden aus dem vergangenen Jahr haben ihren Hauptwohnsitz in Niederösterreich.
 

Beschwerden 2015

  • Zwei Beschwerden aus NÖ wurden 2015 abgelehnt, weil sich die Fahrgäste nicht zuvor an das zuständige Unternehmen gewandt hatten.
  • In drei Fällen wurde ein Schlichtungsverfahren eröffnet. Alle drei wurden positiv abgeschlossen. Das heißt, dass Beschwerdeführende und jeweiliges Unternehmen dem Lösungsvorschlag der apf zustimmten. Zwei Verfahren haben den CAT und eines den VVNB betroffen.