Erstellt am 21. März 2017, 02:29

von Teresa Sturm

Umsatzplus der AUA trügt. Austrian Airlines konnten ihr Jahresergebnis vor Steuern und Zinsen wegen eines Einmaleffekts um zwanzig Prozent steigern.

Kay Kratky, CEO der Austrian Airlines, prognostiziert ein schwieriges Jahr 2017.  |  NOEN, Austrian Airlines - Pauty

Seit Anfang März werden mit Embraer Jets die Destinationen Innsbruck, Krasnodar, Neapel, Salzburg und Venedig von der Fluglinie Austrian Airlines (AUA) angeflogen. Insgesamt 17 Flugzeuge dieses Typs sollen bis Ende 2017 in die Flotte übernommen werden und damit 21 Fokker Flugzeuge ersetzen.

Der Ausbau der Flotte, der 2016 startete, sowie die Erweiterung des Produktangebots mache sich in den Passagierzahlen bemerkbar, heißt es von der AUA. 2016 wurden 11,4 Millionen Passagiere befördert. Das ist eine Steigerung von fünf Prozent im Vergleich zum Jahr davor (2015: 10,8 Millionen).

Gedämpfte Freude über Jahresergebnis 2016

Auch das Ergebnis für 2016 schaue vordergründig gut aus, so der Finanzchef der AUA, Heinz Lachinger. 2016 wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) von 65 Millionen Euro erwirtschaftet (2015: 54 Millionen Euro), ein Plus von 20 Prozent. Lachinger sieht das Ergebnis aber nur mit gedämpfter Freude. Denn „die EBIT-Steigerung ist uns vor allem durch einen positiven Einmaleffekt aus der Neugestaltung eines Mietvertrages für die technische Basis und günstigere Treibstoffkosten gelungen“, erklärt Lachinger.

AUA-CEO Kay Kratky  |  NOEN

Für 2017 sind die Erwartungen der AUA eher weniger rosig. Einerseits fallen die Investitionen in den Flottenausbau ins Gewicht. „Kombiniert mit einem derzeit schwierigen Marktumfeld und deutlich höheren Treibstoffpreisen werden wir das am Ende des Jahres auch in unseren Zahlen ablesen müssen. Wir rechnen mit einem Adjusted EBIT unter dem Jahr 2016“, so AUA-CEO Kay Kratky.

Das Adjusted EBIT, also das Ergebnis, wo Bewertungsgewinne aus Flugzeugverkäufen abgezogen werden, konnte 2016 um elf Prozent auf 58 Millionen Euro erhöht werden.

Weiters gibt es bei der Austrian Airlines Group ein deutliches Plus von 466 Mitarbeitern. Vor allem Piloten und Flugbegleiter wurden neu aufgenommen.