Erstellt am 07. Juni 2016, 07:45

von NÖN Redaktion

Tore für Gotthardtunnel. Weistracher Firma entwarf Portale für 57 Kilometer langen Schweizer Eisenbahntunnel.

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Mit viel Pomp wurde in der Vorwoche in der Schweiz der Gotthard-Basistunnel eröffnet. Was kaum jemand weiß: In das Projekt ist auch viel Hirnschmalz von Mostviertler Konstrukteuren geflossen.

„biprotec gmbh“ heißt das kleine Unternehmen aus Weistrach im Bezirk Amstetten, das die Aufgabe hatte, die 350 Tore für die Verbindungsstollen im Tunnel zu entwerfen und auch jene vier großen Portale (7,5 mal 5,6 Meter), die die beiden Bereiche abschließen, in denen Züge von einer Tunnelröhre in die andere wechseln können.

„Knifflig war, dass die Tore einem enormen Druck standhalten, feuerfest und korrosionsbeständig sein müssen“, sagt Firmenchef Robert Binder. Weltweit einzigartig ist aber das mobile Erhaltungstor, das die Weistracher entworfen haben. Auf einem Spezialfahrzeug aufgebaut, ermöglicht es, einzelne Tunnelbereiche für Erhaltungsarbeiten abzuschließen.