Erstellt am 30. August 2016, 06:19

von Anita Kiefer

NÖ weiter Sorgenkind. Dussmann verzeichnete in Österreich Umsatzplus. Nur fünf Prozent des Umsatzes werden in NÖ lukriert.

Hotelreinigung ist gerade beim NH Hotel am Flughafen für Dussmann Österreich laut Geschäftsführer Edelmayer aufgrund der stark schwankenden Auslastungszahlen eine große Herausforderung.  |  NOEN, Dussmann

Fünf Prozent seines Umsatzes in ganz Österreich macht der Dienstleister Dussmann Service Österreich in Niederösterreich. Ein äußerst geringer Anteil. Dass Niederösterreich hinterherhinkt, hat Dussmann Service Österreich-Geschäftsführer Peter Edelmayer der NÖN bereits 2014 verraten. Seitdem hat sich daran wenig geändert. Schuld an der für Dussmann geringen Auftragslage sind auch nach wie vor verhältnismäßig wenige öffentliche Ausschreibungen.

320 Mitarbeiter in NÖ

Trotzdem ist es dem Dienstleister mit Sitz in Linz bisher gelungen, einige namhafte Kunden aus Niederösterreich in seinem Portfolio zu haben. Etwa die Unternehmen Bramac, Voith, die Garten Tulln, die Krankenhäuser Hollabrunn und Hainburg und das NH-Hotel am Flughafen Schwechat mit 499 Zimmern. Letzteres sei aufgrund der ständig wechselnden Auslastung eine große Herausforderung, so Edelmayer. In Niederösterreich sind 320 Mitarbeiter für Dussmann im Einsatz.

Dussmann Österreich machte 2015 in Österreich einen Umsatz von 162 Millionen Euro – von hier aus werden aber auch die Länder Ungarn und Tschechien mitbetreut. Im Vergleich zu 2014 stieg der Umsatz um neun Prozent. Rund die Hälfte des Umsatzes wird im Reinigungsbereich erzielt. Wachstumsmotor ist laut Edelmayer nach wie vor der Bereich Verpflegung, hier wird mehr als ein Drittel des Umsatzes gemacht.

Für 2016 erwartet Peter Edelmayer übrigens ein Umsatzwachstum von rund fünf Prozent.

Künftig setzt der Dienstleister auch verstärkt auf elektronische Hilfsmittel, etwa ein Bestell-App für Betriebsküchen oder digitale Bewachung bei Großbaustellen. Letztere wird jedoch in NÖ so bald nicht eingesetzt werden: Dussmann betreut hier aktuell nicht eine Großbaustelle.

Punktuell werde es in der Zukunft auch zum Einsatz von Robotern in der Reinigung kommen. „Wir bleiben aber definitiv ein People Business“, so Peter Edelmayer.