Erstellt am 16. Mai 2017, 00:17

von Nina Wieneritsch

Energie-Anbieter polen um . Vom reinen Versorger zum innovativen Dienstleister: Der Energiesektor erfindet sich neu.

Die Umstellung auf erneuerbare Energien verlangt Investitionen. Österreich will das Budget bis 2020 um rund 39 Prozent auf 14,9 Mrd. Euro erhöhen.  |  innogy

„Digitalisierung und Dekarbonisierung werden den Energiesektor tiefgreifend verändern“, so Leonhard Schitter, Vorsitzender im Bereich Forschung und Innovation bei „Österreichs Energie“, der Interessensvertretung der heimischen E-Wirtschaft. Die Initiative „e-mobil in NÖ“ und andere zeigen, dass „praktisch alle großen Unternehmen an smarten Tarifen arbeiten“.

Leonhard Schitter (Österreichs Energie) und Hildegard Müller (innogy).  |  innogy, innogy

Große Umbrüche, die die E-Wirtschaft vom Versorger zum Dienstleister werden lassen. Mit der Einführung der „Smart Meter“ (intelligente Stromzähler) sollen Smart-Power-Systems, mit denen sich Geräte per Smartphone bedienen lassen, bald auch in Österreich angeboten werden. Vorbild in Sachen Innovation sei der deutsche Konzern „innogy“ mit Sitz in Essen. „2016 investierten wir 2,1 Mrd. Euro“, sagt Hildegard Müller, Netz- und Infrastruktur-Vorstand. So habe man zwölf neue Geschäftsmodelle auf dem Markt.

„Nachholbedarf“, auch in Österreich

Dringend notwendig sei, so Müller, der Ausbau des Glasfasernetzes oder der E-Mobility. In NÖ steht Letzteres betreffend in jedem Bezirk mittlerweile zumindest eine EVN-Strom-Tankstelle für Ladungen mit 22-kW-Wechselstrom. Dem flächendeckenden Breitbandausbau bis 2030 widmet sich die „NÖ Glasfaserinfrastruktur“.

Unerlässlich, so Müller, sei auch der Einsatz intelligenter Netze (Smart Grids), denn: „Erzeuger- und Verbraucherstätten fallen immer weiter auseinander.“ Dieser Dezentralisierung könne ohne digitalen Wandel nicht mehr Rechnung getragen werden.