Erstellt am 20. Mai 2017, 14:54

Wind: Von der Natur in die Steckdose. Der „Energierohstoff“ Wind ermöglicht durch die in Österreich vorherrschenden Windverhältnisse eine effiziente, kostengünstige und unabhängige Stromproduktion.

IG Windkraft

1994 wurde das erste Windrad Österreichs in Niederösterreich aufgestellt. Ende 2016 sind bereits 654 Anlagen in Niederösterreich in Betrieb, wodurch sich Windkraft als wichtige Säule der Stromproduktion etabliert hat.

in Windrad entnimmt über den Rotor dem wehenden Wind die Energie. So das Prinzip eines Windrades vereinfacht erklärt. Genauer gesagt, versetzt der Wind den Rotor in Drehung, wodurch in Folge diese „Dreh-Energie“ mithilfe eines Generators, ähnlich wie bei einem Fahrraddynamo, in Strom umgewandelt wird. Von dort aus geht die elektrische Energie in das Stromnetz.

Für eine möglichst hohe Effektivität ist die Höhe der Windanlagen von Bedeutung. Je größer die Anlage, desto gleichmäßiger weht der Wind und desto mehr Strom kann erzeugt werden. In den unteren, bodennahen Schichten ist die Luft turbulent. Häuser, Bäume etc. stellen Hindernisse dar, weshalb Windräder möglichst hoch gebaut werden, wo der Wind konstant und gleichmäßig bläst.

In Zahlen: Jeder Meter, mit dem ein Windrad höher gebaut wird, steigt der Stromertrag um ein Prozent. Eine Verdoppelung der Flügellänge steigert den Ertrag bereits um das Vierfache. Die doppelte Windgeschwindigkeit erzeugt den achtfachen Ertrag.

Prinzipiell gibt es zwei Arten von Windrädern, die sich von ihrem technischen Ansatz unterscheiden. Bei einer getriebslosen Anlage sitzt der Generator direkt am Rotor, wodurch er sich ebenso schnell wie der Rotor dreht und daher sehr groß angelegt sein muss. Ähnlich einem Fahrraddynamo erzeugt er aus der Drehbewegung elektrischen Strom.

Bei einer Windkraftanlage mit Getriebe kann der Generator kleiner sein und sich schneller als der Rotor drehen, da das Getriebe zwischen dem Rotor und dem Generator sitzt.