Erstellt am 18. Mai 2017, 05:42

Biomasse: Älteste Energieform. Die Energiegewinnung aus Biomasse erfolgt durch verschiedene Umwandlungsformen. Im Bereich der Raumwärmeversorgung spielt Heizen mit Holz nach wie vor eine große Rolle.

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Biomasse in Form von Holz gilt als die älteste Energieform der Welt, und auch heute wird in Österreich Biomasse vorwiegend in der Form von Holz genutzt. Doch Biomasse umfasst mehr: Allgemein ist es die gesamte durch Pflanzen, Tiere und Menschen anfallende oder erzeugte organische Substanz. Also in der Natur lebende und wachsende Materie und daraus resultierende Abfallstoffe. Indem diese zur Erzeugung von Energie und Treibstoffen genutzt wird, zählt Biomasse im Gegensatz zu fossilen und endlichen Energieträgern, wie Erdöl und Erdgas, zu den erneuerbaren, regenerativen Energien.

Grundsätzlich wird zwischen fester (z. B. Holz), flüssiger (z. B. Biotreibstoffe wie Biodiesel) und gasförmiger (z. B. Biogas) Biomasse unterschieden.

Mit Biomasse werden derzeit über 18 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsenergieverbrauchs abgedeckt, wobei die Raumwärmeversorgung im Jahr 2015 mit fast 40 Prozent den größten Bereich einnimmt. Das Heizen mit Holz spielt also nach wie vor eine große Rolle.

Dessen Bandbreite ist breit gefächert und reicht von Einzelöfen, automatischen Kleinfeuerungen (Pellets, Hackschnitzel, Scheitholz), Kachelöfen bis zu Heizwerken, die einzelne Gebäude oder ganze Nah- bzw. Fernwärmenetze speisen. Mehr als zwei Drittel der Biomasse werden in diesem Niedertemperaturbereich, also vornehmlich zur Erzeugung von Raumwärme, genutzt.

Die bei der Verbrennung von Biomasse entstehende Wärme kann darüber hinaus für die Erzeugung von Dampf, der eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt, verwendet werden. Neben dieser Technik gibt es weitere andere unterschiedliche Verfahren der Stromerzeugung aus Biomasse. Über eine Kraft-Wärme-Kopplung können bei all diesen Prozessen Wärme und Strom genutzt werden.