Erstellt am 15. Dezember 2015, 12:03

von Martin Gebhart

„Fitnessprogramm“ für Hypo. Die Hypo Niederösterreich schaut 2016 gezielt auf ihre Kosten. Dazu zählt auch Reduzierung von zugemieteten Büros.

Die Konzernzentrale der Hypo NÖ Gruppe in St. Pölten: 2016 soll gezielt auf die internen Kosten geschaut werden.  |  NOEN, zVg
Nach Jahren der Expansion legt die Hypo NÖ Gruppe im kommenden Jahr den Fokus auf eine interne Neuaufstellung. In einer Klausur des Aufsichtsrates wurde entschieden, dass ein konzernweites „Fitnessprogramm“ gestartet wird.

Der Hintergrund: Staatliche Maßnahmen wie die Bankenabgabe, die im Jahr 2014 für die Hypo-Landesbank immerhin 13 Millionen Euro betragen hat, das aktuelle Niedrigzinsumfeld sowie hohe Refinanzierungskosten bei Geschäften mit der öffentlichen Hand – im Raum steht sogar der Wegfall der Nullunterlegung für die öffentliche Hand –, bedeuten hohe Herausforderungen. Denen will man auch mit einer internen Kostenreduktion begegnen.
Ziel des vom Aufsichtsrat verordneten „Fitnessprogramms“, wie es intern genannt wird, soll es sein, die Flexibilität der Gruppe zu steigern und ein erhöhtes Kostenbewusstsein zu etablieren. Was auch mit einer Kostenreduktion im Jahr 2016 erreicht werden soll.

Auf der Liste der Einsparungen stehen unter anderem externe Beraterkosten, weniger Aufwand für Miete und Betriebskosten durch Reduzierung von zugemieteten Büroflächen, Sparmaßnahmen im Bereich Sponsoring oder auch die Reduktion der Dienst-Kfz. Gleichzeitig sollen die einzelnen Geschäftsfelder der Hypo NÖ Gruppe evaluiert werden.

Zum Thema:

Bei der Halbjahresbilanz 2015 hat die Hypo NÖ Gruppe eine Bilanzsumme von 15,7 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Konzerneigenkapitalausstattung lag bei 571,5 Millionen Euro (Kernkapitalquote 13,4 %, Eigenmittelquote 15,7 %). Trotz der Heta-Abschreibungen betrug der Konzernüberschuss 6,6 Millionen Euro.