Göttlesbrunn-Arbesthal

Erstellt am 18. Mai 2017, 10:19

von NÖN Redaktion

Das Comeback der Gläser: Eingerext in Göttlesbrunn. Jahrzehntelang waren die Rex-Gläser fast verschwunden. Müller Glas hat die österreichische Traditionsmarke Rex wieder zurück in die Regale gebracht.

Seit etwa einem Jahr kann man – dank der Rückkehr der Marke – in Österreich wieder original einrexen.  |  Müller Glas & Co

In manchen Küchen und Kellern waren sie noch zu finden. Die alten Rex-Gläser von damals. Gefüllt mit süßen Marmeladen und köstlichem Eingelegten. In den Regalen aber gab es sie jahrzehntelang nicht mehr. Aufgekauft von der deutschen Glasfirma Weck, verschwand die österreichische Marke in den 80er-Jahren.

In Österreich aber wird eingerext! Aus Tradition. Seit 1905. Und daher entschied sich Müller Glas, die Marke wieder auf den Markt zu bringen. Und so gibt es die Gläser wieder. Ganz unter dem Motto „Da sind wir wieder“. Exklusiv hergestellt für Müller Glas, Österreichs führendes Unternehmen für Verpackungsglas.

Überzeugt von Rex: Produktmanager Roman Engel, Produktmanagerin Erika Paul und Martin Marchhart, Marketing von Müller Glas.  |  NÖN

Was bei Müller Glas alles angeboten wird? „Wir haben alles, was der Abfüller, der Lebensmittelproduzent braucht“, verrät Martin Marchhart, Marketing. Von Bierflaschen über Fruchtsaftflaschen, Ölflaschen und Sektflaschen bis hin zu Einmachgläsern und Weinflaschen.

Denen übrigens ist es zu verdanken, dass die Müller Glas & Co.-Shops in Weinbauregionen liegen: die Zentrale in Göttlesbrunn, auch Langenlois und Wildon sind Standorte. „Vor Ort zu sein ist wichtig“, so Marchhart.

Hier können sich Winzer, Lebensmittelproduzenten und alle anderen Glasfans die Gläser ansehen, die sie brauchen, und dank großer Lager – die meisten Mitarbeiter von Müller Glas arbeiten in der Logistik – auch gleich kaufen. Dazu gibt es jede Menge Verschlüsse, Verpackungen und vieles mehr. Und: Seit einem Jahr auch wieder Rex-Gläser. „Mit den Rex-Gläsern weiten wir die Zielgruppe auf Privatpersonen aus“, erläutert Produktmanagerin Erika Paul.

Viele Köstlichkeiten können in Rex-Gläsern eingelegt, serviert und präsentiert werden, nicht nur Marmelade.  |  rexglas.at

Was aber macht nun eigentlich ein Rex-Glas aus? Glas, Glasdeckel, Gummidichtung und zwei Klammern. Beim Einmachen dreht sich alles darum, ob’s haltbar wird. Und: Beim Rex-Glas, verrät Produktmanager Roman Engel, weiß man sofort, ob die Marmelade im Glas noch gut ist oder nicht. Löst man die Klammern, hält das Vakuum den Glasdeckel unten. „Bleibt der Deckel nicht von alleine unten, passt etwas nicht“, so Engel.

Glas hat zudem den Vorteil, dass es, so Marchhart, zu 100 Prozent migrationssicher ist, dass also keine Teile der Verpackung sich mit dem Füllgut (beispielsweise Marmelade) vermischen oder reagieren können. Beste Voraussetzungen also, sich in die Küche zu begeben und mit dem Einkochen zu beginnen. Zum Beispiel Marmeladen. Dafür gibt es unter den acht Größen etwa das Facettenglas, besonders beliebt in den 50er-Jahren.

Heute geschätzt sind unter anderem das 370-ml-Sturzglas – zum Beispiel für Suppen – und das 160-ml-Mini-Sturzglas – zum Beispiel für Süßes.

Gläser für vielfältigen Genuss

Die Zeiten, in denen nur Eingelegtes und Marmelade in Einmachgläsern landeten, sind übrigens vorbei. Heute serviert man fast alles im Glas. Das Jog- hurt zum Frühstück, den Nudelsalat fürs Büro und den Kuchen zum Dessert.

Das Glas wird zum Aufbewahrungsort für Müslis und Kräuter, zur Verpackung für selbstgezauberte Geschenke und zum Deko-Glas für den Tisch, das Wohnzimmer …
Süßes, Saures oder Fruchtiges landet auch in den Gläsern von MyRex, der Eigenmarke Müller Glas für alle, die leichtes Einkochen bevorzugen. Mit Bügelverschlüssen bei den Flaschen und Deep-Twist-off-Deckeln sowie GPI-Deckeln. Bei Letzteren übrigens lassen sich die Gläser dank eines durchgehenden Gewindes außen leichter öffnen und schließen.
Normale Twist-off-Deckel lassen sich im Vergleich dazu überdrehen, dadurch werden die Nocken beschädigt, das Glas ist nicht dicht und das Füllgut gefährdet.

Apropos Deckel: Beim Einkochen werden Deckel grundsätzlich öfter verwendet. Allerdings, gibt Roman Engel zu bedenken, werden Dichtungen beim Erhitzen spröde. Und auch das gefährdet das Füllgut. Er rät daher: „Es wäre besser, wenn der Deckel nur einmal verwendet wird.“ Ersatzdeckel gibt es natürlich  …