Erstellt am 18. März 2016, 14:32

von APA/Red

"Große Exportchancen" für heimische Unternehmen im Umweltbereich. "Der Umweltbereich bietet große Exportchancen." Das sagte die niederösterreichische Landesrätin Petra Bohuslav bei einer Pressekonferenz mit Umweltminister Andrä Rupprechter (beide ÖVP) beim Holzriesen Egger in St. Pölten-Unterradlberg am Freitag.

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Als Zukunftsmärkte am Umweltsektor sieht sie Großbritannien und die USA.

Bei einem Exportvolumen von insgesamt mehr als 20 Mrd. Euro und einer Ausfuhrquote von 40 Prozent ist der Hauptabnehmer Niederösterreichs nach wie vor Deutschland. Gesteigert werden sollen die Ausfuhren nach Großbritannien - von derzeit 530 Mio. auf 700 Mio. Euro in den kommenden fünf Jahren - und in die USA, wo ein Anstieg von derzeit 840 Mio. auf eine Mrd. Euro bis 2020 geplant ist.

In Niederösterreich gebe es viele Unternehmen mit Know-how in den Bereichen Umwelttechnologie und energieeffizientes Bauen, die vom Export in Zukunftsmärkte profitieren könnten, sagte Bohuslav. So verfügt der Klosterneuburger Biogasanlagen-Hersteller und -Betreiber Biogest bereits über einen US-Sitz in Denver/Colorado. Exportchancen bieten sich laut der Landsrätin etwa auch für Kleinwasserkraftanlagen der Firma Kössler in St. Georgen im Süden von St. Pölten und Variotherm-Heizsysteme in Leobersdorf.

50.000 Green Jobs in NÖ

Die Klimakonferenz von Paris im Dezember 2015 habe den "Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter" eingeläutet, sagte Rupprechter, nun müsse man diesen "konkret in Taten umsetzen".

Der Minister verwies darauf, dass er bei einem EU-Umweltrat vor zwei Wochen einen Energiewende-Vertrag eingebracht habe, in dem erneuerbare Energien mit fossilen Energien und Atomkraft bei Beihilfen und Subventionen wettbewerbsrechtlich gleichgestellt werden. Auch bei einem Umweltministertreffen Mitte Mai möchte Rupprechter das Protokoll zur Energiewende zur Sprache bringen, das primärrechtlich im EU-Recht verankert werden soll.

Die Zahl der Green Jobs in Niederösterreich soll von derzeit 36.000 auf 50.000 gesteigert werden, sagte Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP). Er verwies darauf, dass im Bundesland 100 Prozent des Stromes aus erneuerbaren Energiequellen kommen.