Erstellt am 05. April 2016, 08:00

von Carina Rambauske

Im Einsatz für fairen Wettbewerb. Immer mehr ausländische Firmen drängen auf den Markt. Behörde sagt Lohn- und Sozialdumping Kampf an.

Schwerpunktaktionstag der Finanzpolizei am Grenzübergang Drasenhofen. Die Bilanz: Bis zum Nachmittag werden 130 Firmen kontrolliert und 45 Anzeigen verhängt.  |  NOEN, Rambauske

Schwerpunktaktion der Finanzpolizei Mittwochfrüh: Immer mehr ausländische Firmen drängen auf den österreichischen Markt, vor allem im Baugewerbe.

Die Finanzpolizei war an sechs Grenzübergängen im Einsatz und kontrollierte die Anmeldung bei der Sozialversicherung und die Lohnunterlagen, die belegen, dass sie nach dem österreichischen Kollektivvertrag bezahlt werden. In einer Nachfolgeaktion wurde direkt an den Baustellen kon-trolliert. „Im Bereich Lohndumping ist es leider so, dass diese Kontrollen zu 80 Prozent Treffer sind“, so Wilfrid Lehner, Leiter der Finanzpolizei Österreich.

Der Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping steht derzeit im Fokus der Behörde. „Damit sorgen wir für einen fairen Wettbewerb“, so Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

13.412 Dienstnehmer haben im Vorjahr nach Niederösterreich „hineingearbeitet“. „Die Dunkelziffer ist deutlich höher“, weiß Lehner. 1,6 Millionen Euro Geldstrafen für Lohn- und Sozialdumping konnten im Vorjahr verhängt werden.